Montag, 6. November 2017

Hygieneschulung-Hygiene-Netzwerk-Urteil des OVG Niedersachsen zur Gebührenerhebung für Lebensmittel-Kontrollen

Kontrollgebühren für Regelkontrollen
In seinem aktuellen Urteil vom 27.09.2017 entschied das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg in insgesamt 8 anhängigen Verfahren, dass die Erhebung von Gebühren für amtliche Regelkontrollen in Lebensmittelbetrieben weitgehend rechtmäßig sind.
Nach dem niedersächsischen Gebührenrecht richtet sich die Häufigkeit dieser Routinekontrollen nach der sogenannten Risikobewertung, einem Punktesystem, das insbesondere Größe (Anzahl der hergestellten Lebensmittel), die Verzehrsgruppe, das Risiko der hergestellten Lebensmittel sowie bisherige lebensmittelrechtliche Beanstandungen des betroffenen Unternehmens berücksichtigt.
Das OVG Lüneburg entschied nun, dass Lebensmittelunternehmer auf Grundlage der niedersächsischen GOVV grundsätzlich zu den Kosten für die Durchführung dieser Routinekontrollen herangezogen werden dürfen.
Ein Lebensmittelunternehmen gebe durch seinen Betrieb einen hinreichenden Anlass für die Durchführung dieser planmäßigen Routinekontrollen.

Die Veröffentlichung des OVG Niedersachsen finden Sie hier >>>

Sonntag, 5. November 2017

Hygieneschulung-Hygiene-Netzwerk-Merkblatt LMIV zu vorverpackten Lebensmitteln

So kennzeichnen Sie die Lebensmittel richtig. LMIV Ratgeber
Allergenkennzeichnung für vorverpackte Lebensmittel
Immer wieder taucht die Frage auf, was genau nach der neuen Lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV) auf einer Packung angegeben werden muss.
In diesem Merkblatt zur Lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV) wird ausgeführt, welche Pflichtangaben genau an einem „vorverpackten“ Lebensmittel anzubringen sind.
Weiterhin wird ausgeführt, was genau ein „vorverpacktes“ Lebensmittel ist.
Die Informationen beziehen sich hier insbesondere auf die Pflichtangaben, die geforderte Schriftgröße, Angaben zu Allergenen im Lebensmittel, etc.

Lesen Sie hier, was Sie bei der Kennzeichnung von „vorverpackten“ Lebensmittel alles beachten müssen >>>





Übrigens bietet das Hygiene-Netzwerk eine Vielzahl von wasserlöslichen Etiketten, mit denen Sie sauber und professionell Ihre Lebensmittel kennzeichnen können. Hier geht es zu den wasserlöslichen Etiketten & Aufklebern >>>



Hygieneschulung-Hygiene-Netzwerk-Urteil-Kennzeichnung-von-Fertigpackungen

So kennzeichnen Sie Lebensmittel hygienische und sauber.
Wasserlösliches Etikett. Muster Hygiene-Netzwerk.
Das Landgericht Mannheim hat nunmehr in einem Urteil entschieden, dass bei Fertigpackungen wie z.B. Dosensuppen, bei denen aufgrund ihrer Größe davon ausgegangen werden muss, dass sie nicht auf einmal aufgegessen werden, ein Hinweis zur Aufbewahrung (zum Beispiel: nach dem Öffnen kühl lagern, etc.) sowie ein Verzehrszeitraum (zum Beispiel: nach dem Öffnen innerhalb von 2 Wochen verbrauchen) angebracht sein muss.
Dies leite sich aus der Lebensmittelinformationsverordnung ab. 
Beispiele für die Kennzeichnung von Lebensmitteln finden Sie mit der Allergensymbolik >>> und den wasserlöslichen Etiketten >>>.

Donnerstag, 2. November 2017

Hygieneschulung-Hygiene-Netzwerk-Thema:-Lebensmittelfälschern auf der Spur:

Gefälscht wird überall dort, wo ein wirtschaftlicher Vorteil erzielt werden kann.  Lebensmittelfälschungen / Produktpiraterie kommt deswegen vor allem bei hochqualitativen und teuren Markenprodukten wie zum Beispiel beim Olivenöl vor.
Kommt es aus Italien, ist es Bio-Qualität, ist es kaltgepresst?
Fragen über Fragen.
Lässt sich sowas überhaupt prüfen?
Schafskäse, Wein oder Spirituosen sind auch begehrte Fälschungsobjekte.
Ein üblicher Trick ist, minderwertige Zutaten als hochwertige zu verkaufen, wie Shrimps  als Garnelen. Bei Produkten, bei denen die geografische Herkunft ein Qualitätsmerkmal ist, wie Parma-Schinken oder Serrano-Schinken, bei Irischem Whiskey oder Champagner, wird sehr oft durch kriminelle Banden versucht, die Herkunft vorzutäuschen.

Lesen Sie hier >>>, wie man durch die „Fingerprint-Methode“ für bestimmte Produkte und große Datenbanken den Fälschern auf die Spur kommen kann.
BfR2GO - Das Wissenschaftsmagazin des Bundesinstituts für Risikobewertung Ausgabe 1/2017
Weitere Themen für Personalschulungen und Hygieneschulungen finden Sie hier: http://www.hygiene-netzwerk.de/akademie

Montag, 30. Oktober 2017

Überwiegend schlechte Allergenkennzeichnung in Gaststätten

Allergene und Allergenkennzeichnung - immer noch schwierig in der Umsetzung
Allergene richtig kennezichnen. Darauf müssen Sie achten.
Verbraucherzentrale Hamburg macht Restaurantcheck
Ein aktueller Restaurantcheck der Verbraucherzentrale Hamburg in 38 Gaststätten der Hamburger Innenstadt und der Hafencity hat ergeben, dass sich noch zu wenige Gastronomen an die Kennzeichnungspflicht für allergene Inhaltsstoffe halten. In 21 Restaurants (55 %) wurde ungenügend informiert. 15 Gastronomen (39 %) zeigten erfreulicherweise, dass es auch besser geht und schnitten gut oder sehr gut ab.

Die wichtigsten Ergebnisse des Restaurantchecks

Keine Einheitlichkeit: Jeder Gastronom nutzte eine andere Form der Kennzeichnung. Neben vollständigen Hinweisen fanden die Verbraucherschützer unvollständige Allergenkarten, Vermischungen mit Zusatzstoffen oder anderen Lebensmittelbestandteilen. So wurde in einem der überprüften Restaurants beispielsweise einfach eine Karte aller Allergene ohne Bezug zu den angebotenen Gerichten aufgehängt.

Falschinformation: Auskünfte des angestellten Personals zu Allergenen in den Speisen waren nicht immer fachlich fundiert - insbesondere dann, wenn Koch oder Geschäftsführer nicht anwesend waren. Zudem weist der Hamburger Hotel- und Gaststättenverband seine Mitglieder nur auf eine mündliche Auskunftspflicht hin. Dabei ist auch eine schriftliche Information in der Speisekarte oder als Karte vorgeschrieben.

Mangelhaftes Kommunikationsverhalten: Gastwirte nehmen Anfragen zuweilen nicht ernst. So antworteten 14 Gaststätten nicht auf ein Anschreiben der Verbraucherzentrale mit Hinweisen zur gesetzlichen Verpflichtung für eine bessere Allergenkennzeichnung.

Bereits seit 2014 schreibt ein europaweit gültiges Gesetz Gastwirten vor, Speisen so zu deklarieren, dass möglicherweise allergene Bestandteile für Verbraucher erkenntlich sind. "Die Kennzeichnung der 14 wichtigsten Allergene ist eine Information, die nirgendwo fehlen sollte", meint Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. Doch die teilweise sehr schwierige Informationssuche sei für Gäste unzumutbar. "Die rechtlich verbindlichen Vorgaben müssen endlich besser eingehalten und notfalls mit Bußgeldern durchgesetzt werden", fordert Schwartau, die die Lebensmittelüberwachung in der Pflicht sieht.

Sonja Lämmel vom Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. ergänzt: "Eine verlässliche Allergenkennzeichnung ist für die Allergiker lebenswichtig. Aber leider müssen wir feststellen, dass diese wichtige Kennzeichnungspflicht nicht verantwortungsvoll umgesetzt wird. Das ist vor dem Hintergrund einer ständig steigenden Anzahl von Allergikern und Menschen mit Unverträglichkeiten nicht mehr hinnehmbar."

Ausführliche Listen mit den beim Restaurantcheck untersuchten Gaststätten und deren Allergenkennzeichnung sind veröffentlicht auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de.
Weitere Infos zum Thema Allergenkennzeichnung und ein umfangreiches "Freebook" finden Sie hier: www.hygiene-netzwerk.de/presseportal/allergenkennzeichnung
Hilfsmittel und Allergensymbole finden Sie hier: http://www.hn-shop.de/de/index.php?route=product/search&tag=Allergen-Kennzeichnung

Freitag, 29. September 2017

Schmutzfangmatten – welche sind effektiv?

Waschbare Schmutzfangmatten sorgen durch Aufbau und Material effektive für Hygiene.
Waschbare Schmutzfangmatten sorgen 
durch Aufbau und Material effektive für Hygiene. 
Textile Mietdienstleister wie die DBL übernehmen 
dabei die fachgerechte Pflege 
inklusive Hol-und Bringdienst.
Der Herbst steht vor der Tür – und damit wieder Matschwetter. Wer jetzt seinen Betrieb und sein Geschäft sauber halten möchte, setzt praktische Schmutzfangmatten ein. Dabei lohnt sich ein Blick auf Material und Qualität.

Die Auswahl ist groß. Da gibt’s günstige aus dem Baumarkt. Und hochwertige aus dem Fachhandel. Ein breites Sortiment bieten auch textile Mietdienstleister – wobei letztere waschbare Matten inklusive Service anbietet. Fakt ist: auch bei Schmutzfangmatten gibt es deutliche Qualitätsunterschiede – vor allem beim Material. Hier einige Tipps und Kriterien für Qualität.

Für alle, die auf maximale Sauberkeit setzen, sind waschbare Matten besonders effektiv – für fasertiefe Sauberkeit sollten diese allerdings Temperaturen bis 60 Grad aushalten. Denn damit bieten sie dauerhaft deutlich mehr Hygiene, riechen nicht und sind auf Grund ihrer langen Lebensdauer nachhaltiger als Wegwerf¬produkte. Solch hochwertige Matten bestehen meist aus Baumwolle oder stabilem High-Twist-Nylon (HTN). Damit bietet die Funktionsmatte effektvolle Abwehr gegen Nässe und Schmutz.

Blick hinein – Aufbau einer Matte

Grundsätzlich bestehen solch waschbare Matten aus zwei Komponenten. Dem Flor, also dem textilen Oberbau, sowie dem robusten Unterbau aus Gummi. Vorteil: Die Fasern lassen sich zunächst (fast) wie eine Oberfläche aus Papier bedrucken. Erst danach werden beide Teile in einem separaten Prozess unter hohem Druck und Temperaturen miteinander fest verschmolzen, Experten sprechen hier auch von der „Vermählung“.

Neben Baumwolle –  heute in der Gesamtproduktion eher rückläufig – kommt als Flor vor allem High-Twist-Nylon zum Einsatz. Vorteile? Deutlich stärkerer Schmutzabrieb und eine höhere Stabilität der Faser. Dadurch steigt die Speicherfähigkeit von Schmutz und Feuchtigkeit. Solche Matten bieten zudem Farbvielfalt und individuelle Möglichkeiten bei Logo und Design.

Wie sind sie gemacht? Der Flor wird entweder aus ungefärbten (weißen) Fasern geknüpft und dann bedruckt, oder aus bereits durchfärbtem Material (solution-dyed Nylon) getuftet. Bei diesem Verfahren – vorwiegend bei Standardmatten im Einsatz – erhalten die einzelnen Nylonfäden bereits vor dem Ausspinnen ihre Färbung. Ein besonders verschleißfestes Verfahren.

Das zweite „Bauteil“ ist das spezielle Nitrilgummi – dieses lässt sich anders als die Alternative aus PVC immer wieder waschen. Das sorgt nicht nur für die gewünschte Flexibilität, sondern auch für die notwendige Stabilität. Abgestimmt auf die Größe der Matte machen der (ggf. genoppte) Gummirücken sowie die verstärkten Kanten das Produkt rutschsicher, lassen es flach am Boden liegen - ohne störendes Umschlagen der Kanten.

Noch ein Tipp aus der Praxis: Zu klein sollte die Matte nicht sein. Denn nur wenn die Fläche der Schmutzfangmatte korrekt gewählt wurde, funktioniert das automatische Reinigungssystem optimal. Mindestens drei Schritte, besser noch fünf – so die Faustregel – muss der Besucher auf der Matte machen, damit Schmutz und Feuchtigkeit gelöst und aufgenommen werden.

Bleibt noch das Thema Austausch und Wäsche der Matten. Hier sorgt industrielle Wäsche für maximale Hygiene. Zumal gerade auch größere Matten nicht in die heimische Waschmaschine passen – und darin auch nichts verloren haben. Textile Mietdienstleister wie die DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH bieten einen entsprechenden Service. Sie beraten nicht nur zur passenden Standard- oder auch Logomatte, sondern holen die Schmutzfangmatten im Mietservice auch in regelmäßigen Intervallen ab – und pflegen sie dann fachgerecht in dafür konzipierten Waschmaschinen. All das zusammen bringt den bestmöglichen Effekt.

Ihr Ansprechpartner für Schmutzfangmatten & Mietberufskleidung:
DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH >>>

Infos zu waschbaren Matten
•    Hochwertige Schmutzfangmatten haben einen Rücken aus NBR Nitril Butan Rubber und einen Flor aus HTN High-Twist-Nylon
•    Daneben gibt es noch Matten mit einem Baumwoll-Flor und in neuester Zeit Flor mit zum Teil recycelten Garn aus PET-Flaschen oder Fischnetzen
•    Baumwollmatten finden ihre Berechtigung in Betrieben in denen mit sehr viel Öl gearbeitet wird
•    Sicherheit geht vor. So sollten in öffentlichen Gebäuden unbedingt Schmutzfangmatten mit entsprechender Brandschutznorm ausliegen. Ein Kriterium, das waschbare Schmutzfangmatten mit Gummirücken im Gegensatz zu Kaufmatten mit PVC-Beschichtung leisten können

Desinfektionsmatten für besonders hygienisch anspruchsvolle Bereiche finden Sie übrigens hier >>>

Dienstag, 19. September 2017

Hygieneschulung – Urteil zum Thema „aufgetaute“ Lebensmittel

So können Sie sicher und professionell Ihre Lebensmittel kennzeichnen. Wasserlösliche Etiketten & Label helfen Ihnen dabei.
Wasserlösliches Etikett zur Lebensmittelkennzeichnung
Das Oberverwaltungsgericht Hamburg hat nunmehr entschieden, dass bei einem Lebensmittel, welches vor der Abgabe an den Verbraucher eingefroren und danach wieder aufgetaut wurde, ein einmaliger Hinweis auf der Verpackung genügen würde. Die Hamburger Kontrollbehörde hatte einem Hersteller für Fischerzeugnisse vorgegeben, dass alleine eine Kennzeichnung zum Thema „aufgetaut“ auf der Rückseite der Verpackung nicht ausreichend zur Information der Verbraucher sei.
Die Behörde wolle vom Hersteller erreichen, dass in Verbindung mit der Bezeichnung des Lebensmittels der Hinweis „aufgetaut“ erscheine. Dies wurde jedoch von den Richtern verneint.
Ein einziger Hinweis auf der Verpackung, so etwa auch auf der Rückseite, sei nach ihrer Meinung ausreichend zur Information der Verbraucher.
Die EU-lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV) schreibe nicht vor, wo der Hinweis „aufgetaut“ anzubringen ist.
OVG Hamburg, Az.: 5 Bs 61/17
Übrigens finden Sie hier passende Etiketten und Label zur Kennzeichnung von Lebensmitteln - besonders interessant ist dabei, dass diese Etiketten wasserlöslich sind. Eine ausführliche Erklärung und einen Produktfilm finden Sie hier >>>
Weitere Informationen zu Hygieneschulungen bspw. Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz (altes Gesundheitszeugnis) oder Hygiene-Schulung gemäß VO (EG) 852/2004 finden Sie hier >>>

Samstag, 16. September 2017

Hygieneampel soll abgeschafft werden – das Nachfolgemodell steht fest:

Die neue Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat nun endlich das Entfesselungspaket I beschlossen - insgesamt sollen 13 Gesetze von den Neuerungen betroffen sein und sollen nun unter dem Stichwort „Entbürokratisierung“ verändert werden. 

Was verändert sich für die Lebensmittelbranche / Gastronomie?

In Zukunft soll es mehr verkaufsoffene Sonntage geben. Anstatt wie bisher an 4 Sonntagen soll künftig an 8 Sonntagen geöffnet sein, evtl. sogar an 16 Sonntagen.
Was verändert sich an den Ladenöffnungszeiten?
Es ist geplant, dass es Samstags keine zeitliche Begrenzung für Einzelhandel und Supermärkte mehr gibt. Somit könnten diese dann bis Mitternacht geöffnet haben. Bisher mussten die Betriebe spätestens um 22 Uhr schließen.

Was steckt sonst noch hinter dem Entfesselungspaket I? 

Die von der Vorgängerregierung eingeführte Hygieneampel >>> will der neue Landtag nun wieder komplett abschaffen. Ein neues Gesetz soll das Kontrollergebnis-Transparenz-Gesetz (KTG) aufheben – nun ist geplant, dass vorbildliche Betriebe ausgezeichnet werden sollen.
Das Landeskabinett Nordrhein-Westfalens entschied nun die Abschaffung der Hygieneampel.
Das neue „Gesetz zum Abbau unnötiger und belastender Vorschriften im Land Nordrhein-Westfalen“ soll die Gewerbetreibenden entlasten.
Nach dem "Gesetz zur Bewertung, Darstellung und Schaffung von Transparenz von Ergebnissen amtlicher Kontrollen in der Lebensmittelüberwachung“ (KTG) - die sogenannte Hygieneampel - wären alle Lebensmittelbetriebe ab 2020 verpflichtet gewesen, die Kontroll-Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelüberwachung in Form des Kontrollbarometers im Eingangsbereich bzw. auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen.
Laut der neuen Landesregierung ist die Regelung unübersichtlich, kompliziert und der Zweck - beim Verbraucher für mehr Transparenz zu sorgen - wird nicht erreicht.
Die neue Landesregierung setzt deshalb auf eine Positivdarstellung.

Was bedeutet die neue Positiv-Darstellung?

Betriebe sollten ausgezeichnet werden, wenn sie alle Standards erfüllen oder darüber hinausgehen. Dies soll positive Anreize für die Betriebe setzen, die höchsten Standards zu erfüllen. Die Landesregierung wird alle Beteiligten einladen, um dieses neue Modell zu entwickeln.

Fazit zur Hygieneampel und den kommenden Neuerungen:

Es bleibt nun abzuwarten, was genau in die neue Regelung oder in ein evtl. neues Gesetz hineingepackt wird. Auf jeden Fall wird sich auch weiterhin eine gute Hygiene und speziell auch eine externe Betriebsbetreuung auszahlen – um zukünftig dann eine gute Positiv-Darstellung zu erhalten.
Gerne stehen wir Ihnen hierzu als kompetenter Partner zur Seite.
Weitere Infos finden Sie hier: www.hygiene-netzwerk.de
Nutzen Sie das kostenlose E-Book "Vorbereitung auf die Hygieneampel" als Grundlage zur Optimierung Ihrer Abläufe und den kommenden HACCP Anforderungen. Hier finden Sie es >>>


Mittwoch, 23. August 2017

LMIV-AV in Kraft getreten

Am 13.07.2017 ist die Verordnung zur Anpassung nationaler Rechtsvorschriften an die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 in Bezug auf die Information der Verbraucher über Lebensmittel (LMIV-AV) in Kraft getreten.
Die neue Verordnung löst die Vorläufige Lebensmittel-Informations-Ergänzungsverordnung (VorlLMIEV) ab. Die bisherige Lebensmittelkennzeichnungsverordnung (LMKV) und die Nährwert-Kennzeichnungs-Verordnung (NKV) werden hiermit außer Kraft gesetzt.
Die in der LMIV-AV enthaltene Lebensmittel-Informations-Durchführungs-Verordnung enthält Vorgaben zur Art und Weise der Allergeninformationen bei loser Ware.
Außerdem schreibt sie vor, die allgemeine Pflichtkennzeichnung in deutscher Sprache vorzunehmen sowie bei vorverpacktem Bier das Zutatenverzeichnis anzugeben.
Hier finden Sie alle wichtigen Hilfsmittel zur Allergenkennzeichnung in Ihrem Betrieb:
Allergenfibel >>>
Allergensymbolik >>>
Praxis-Leitfaden zur Allergenkennzeichnung >>>
Wasserlösliche Etiketten zur Lebensmittelkennzeichnung >>>
Sie haben Fragen? Gerne können Sie uns dazu kontaktieren: 02271-7921322

Tipp für die Praxis: Sie sind auf der Suche nach Filme zum Thema Hygiene & HACCP?
Sie möchten sich oder Ihre Mitarbeiter zum Thema Warenkontrolle & Temperaturmessung schulen?
Besuchen Sie das Videoportal www.haccp.tv - dort werden Ihnen entsprechende Erklärfilme zu den wichtigen Themen angeboten.




Dienstag, 22. August 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts (VG) Bremen vom 16.05.2017 zur Sprache der Pflichtkennzeichnung von Lebensmitteln

Auch Lebensmittel, welche im Ausland erzeugt und verpackt wurden, jedoch dann in der Bundesrepublik Deutschland angeboten werden, müssen auch dann eine Pflichtkennzeichnung in deutscher Sprache tragen, wenn sie nur in Spezialitäten-geschäften mit überwiegend / ausschließlich fremdsprachigem Kundenstamm angeboten werden. 
Dies geht aus dem aktuellen Urteil des Verwaltungsgerichts (VG) Bremen vom 16. Mai 2017 hervor.
Die Lebensmittelüberwachung Bremen hatte wiederholt die Kennzeichnung von Lebensmitteln überwiegend polnischer Herkunft beanstandet, welche in zwei Spezialitäten-Geschäften in Bremen angeboten wurden.
Die aus Polen importierten Produkte waren am Herstellungsort in Polen mit einer Lebensmittelkennzeichnung in polnischer Sprache gekennzeichnet worden.
Die Lebensmittel-Überwachung Bremen beanstandete das Fehlen der Pflichtkennzeichnung in deutscher Sprache. Diese Beanstandung sei zu Recht erfolgt, wie die Richter des VG Bremen nun im Urteil entschieden.
Das Inverkehrbringen von Lebensmitteln mit einer ausschließlich in polnischer Sprache vorgenommenen Kennzeichnung stellt einen Verstoß gegen Art. 15 Abs.1 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (Lebensmittel-Informations-Verordnung - LMIV) dar.
Diese Vorschrift verpflichtet den Inverkehrbringer dazu, seine Waren mit einer Kennzeichnung auszustatten, die in dem Mitgliedstaat in dem das Lebensmittel vertrieben wird auch leicht verständlich sei. Eben dies sei aber bei einer ausschließlich polnischen Kennzeichnung beim Vertrieb der Lebensmittel in Deutschland nicht der Fall.
Als „leicht verständlich“ gelte weder die Amtssprache eines beliebigen Mitgliedstaates, noch die Sprache eines bestimmten Gebietes.
Die Richter entschieden, dass die Mehrheit der Verbraucher in der Lage sein müsse, die Sprache ohne fremde Hilfe zu verstehen.
Selbst in einem polnischen Spezialitätengeschäft kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Kundenkreis komplett der polnischen Sprache mächtig ist.
Generell kann auch nicht davon ausgegangen werden, dass die Kunden bereit und in der Lage sind, fehlende Vokabeln zum Verständnis der Lebensmittelkennzeichnung in einem Wörterbuch nachzuschlagen.
Klares Ziel des Lebensmittelrechts ist es, eine leichte Verständlichkeit für alle in Betracht kommende Verbraucher zu gewährleisten.
Aus diesem Grund könne auch in einem Spezialitätengeschäft keine Ausnahme gelten.
Quelle: VG Bremen, Urt. v. 16.05.2017, Az. 5 K 1460/16.

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Dort finden Sie die wichtigen Themen anhand kurzer Erklärfilme verständlich und praxisnah erklärt.
Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns unter www.hygiene-netzwerk.de 

Montag, 21. August 2017

Die Hygieneampel muss bundesweit her!

Die Hygieneampel bietet viele Chancen für gute Gastronomen und Lebensmittelhersteller
Mehr Transparenz für dem Verbraucher durch die Hygieneampel

Es gibt sicherlich Gründe, die gegen die Hygieneampel sprechen – der DeHoGa (Hotel- und Gaststättenverband) wird auch nicht müde, gegen diesen angeblichen „Internet-Pranger“ Stimmung zu machen.
Sicherlich gibt es aber auch sehr gute Gründe für die Hygieneampel. So kam es jetzt erst wieder in einem Schorndorfer Asia-Restaurant zu massiv ekelerregenden Zuständen.


Siehe hierzu den Bericht Zeitungsverlags Waiblingen vom 02.08.2017 >>>

Bei der Lektüre der Urteilsbegründung vergeht einem schnell der Appetit. Wenn der Gastwirt dem von der Staatsanwaltschaft gegen ihn erlassenen Strafbefehl in Höhe von 7500 Euro nicht widersprochen hätte, wären die ekelerregenden Zustände nie an die Öffentlichkeit gelangt und Kunden hätten weiterhin unbekümmert und mit Genuss dort gegessen.
Nun liegen die Fakten auf dem Tisch, die regionalen Zeitungen hatten darüber berichtet und die Kunden meiden das Asia-Restaurant.

Wenn all die ordentlichen und hygienisch arbeitenden Gastwirte sich im eigenen Interesse für die Hygieneampel einsetzen würden, könnten sie stolz eine grüne Hygieneampel an ihrer Eingangstür aushängen und damit ihrer Kundschaft signalisieren: In unserem Betrieb und in unserer Küche herrscht Ordnung!

Aber stattdessen gehen wir nun mit gemischten Gefühlen zum „Asiaten“ unser es Vertrauens und fragen uns, in welcher asiatischen Gaststätte noch so ekelerregende Zustände herrschen. Oder wir machen einen weiten Bogen um alle Restaurants, die nach Zitronengras und Soja riechen.

Unsere klare Forderung lautet aus diesem Grund:
All die ordentlich arbeitenden Gastronomen, Hotellies, Bäcker, Konditoren, Metzger und Lebensmittelhändler sollten sich endlich für mehr Transparenz im Bereich der Veröffentlichung von Kontrollergebnissen der Lebensmittelüberwachung einsetzen.
Weitere Infos zur Hygieneampel finden Sie hier >>>

Hier finden Sie ein kostenloses E-Book zum Thema HACCP, Hygiene und Hygieneampel: http://hygieneampel.hygiene-netzwerk.de/

Freitag, 18. August 2017

Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur Kennzeichnung von Portionspackungen

Der Europäische Gerichtshof hat mit seinem Urteil vom 22.09.2016 entschieden, dass es sich bei Honig-Portionspackungen um vorverpackte Lebensmittel im Sinne der Lebensmittel-Informations-Verordnung handelt. Dieses Urteil hat zur Folge, dass auch Portionspackungen den Deklarationsvorgaben für vorverpackte Lebensmittel unterliegen. Auch wenn die Portionspackungen in Sammelpackungen an die Gemeinschaftsverpflegung (wie z. B. Hotels, Gaststätten oder Restaurants) abgegeben werden und die Gemeinschaftsverpflegung diese nicht einzeln weiterverkauft, sondern als Teil einer Mahlzeit abgibt (z. B. beim Frühstück mit abgepackter Konfitüren-Portion).  
Die Portionspackungen müssen aber nicht sämtliche Pflichtinformationen enthalten. In Artikel 16 Abs. 3 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (Lebensmittelinformationsverordnung – LMIV >>>) wird für Verpackungen, deren größte Oberfläche weniger als 10 qcm beträgt, die Ausnahme geregelt, dass für diese nicht sämtliche Pflichtinformationen gemäß der Lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV) gelten. Es müssen auf diesen „kleinen“ Verpackungseinheiten lediglich die Bezeichnung des Lebensmittels, die Allergeninformation, die Nettofüllmenge und das Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben werden. Das Zutatenverzeichnis kann auf eine andere Weise bzw. dem Verbraucher auf Wunsch zur Verfügung gestellt werden. Das Urteil sagt ferner, dass die Regelungen des Art. 16 Abs. 3 Lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV) nur für die Pflichtinformationen nach Lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV) gelten, so dass die Angaben, die aufgrund anderer Vorgaben verpflichtend sind, auch bei Kleinverpackungen obligatorisch sein können (so zum Beispiel die Angabe des Ursprungslandes bei Honig).
Dieses Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) ist wegen seiner Tragweite für Hersteller von Kleinverpackungen besonders relevant.
In einer früheren Anfrage hatte die Europäischen Kommission die Meinung vertreten, es handele sich nicht um eine Verkaufseinheit, wenn Portionsbecher (z. B. Marmelade, Honig, Senf) Kunden von Anbietern der Gemeinschaftsverpflegung als Teil einer Mahlzeit angeboten werden. Die Angaben auf der Sammelpackung seien hier ausreichend.

Das Urteil des EuGH kann unter folgendem Link abgerufen werden:
http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=183706&pageIndex=0&doclang=DE&mode=lst&dir=&occ=first&part=1&cid=200684

Zum Thema Kennzeichnung finden Sie hier übrigens eine Vielzahl von wasserlöslichen Etiketten, die für die Kennzeichnung von Lebensmitteln und Verpackungen oder Equipment genutzt werden können >>>

Freitag, 4. August 2017

Matten machen müde Mitarbeiter munter

Hygiene im Eingangsbereich ist ein wichtiger Baustein
Vor dem Kaffeeautomaten. Im Kindergarten. Oder an der Obsttheke. Schmutzfangmatten hält es nicht allein im Eingang. Wo sie heute ausliegen und warum sie dort Sinn machen, erklärt Manuela Schmidt, Mattenexpertin der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH im Interview.

Frau Schmidt, wo sind Schmutzfangmatten besonders beliebt?

Klar, erstmal im Eingang. In rund 80 Prozent aller öffentlich zugänglichen Gebäude – darunter auch Unternehmen und Einzelhandel – liegen Matten. Aus gutem Grund. Sie nehmen dort Schmutz, Nässe, Staub auf. Verhindern, dass Dreck reingetragen wird, schaffen also mehr Hygiene und helfen Reinigungskosten zu senken. Insbesondere wenn es sich um waschbare Matten handelt, die regelmäßig ausgetauscht werden.

Wo werden sie häufig noch eingesetzt?

Viele unserer Kunden in Handwerk, Industrie und Einzelhandel setzen die Matten aus Hygiene- und Sicherheitsgründen auch in der Produktion ein. So geben Matten mit rutschsicheren Rücken aus Nitrilgummi ja auch Sicherheit auf glatten Untergründen. Ebenso in Büros – hier gerne auch in kleinerer Ausführung vor den Kaffeeautomaten, um „Geschlabber“ zu schlucken… Vor Rolltreppen, im Fahrstuhl, in Kantinen oder auch in der Warenanlieferung. In all diesen Bereichen sind Schmutzfangmatten – ob in graumelierter Standardausführung oder als auffällige Design- oder Logomatte – kaum noch wegzudenken. Allerdings erobern sie auch noch weitere Bereiche.

Wofür werden sie denn gerade „entdeckt“?

Relativ neu ist beispielsweise, sie vor Obst- und Gemüsetheken im Einzelhandel auszulegen. Was in Ländern wie Australien längst üblich ist, ist hier erstmal noch ungewohnter Anblick. Das wird sich ändern. Dafür sprechen erfolgreiche Testphasen, wie die DBL sie gemeinsam mit namhaften Lebensmittelketten durchführt. Auch hier können die Matten aus Hygiene- und Sicherheitsgründen überzeugen. Beispielsweise bei hinuntergefallenem Obst wie Weintrauben, Beeren, etc.. Während diese sonst auf dem Boden landen, wo der nächste Kunde oder auch Mitarbeiter auf sie tritt, im Supermarkt weiterverteilt oder womöglich ausrutscht, werden sie hier von der Matte „geschluckt“. Diese wird regelmäßig von uns abgeholt, gewaschen und frisch gepflegt wieder ausgelegt. Auch optisch kann man hier Statements setzten, mit farbenfrohen Akzenten oder frischem Grün. Das kommt übrigens auch bei den Kunden gut an.

Inspiration von Down-Under – was ist eher typisch deutsch?

Ob es typisch deutsch ist, weiß ich nicht – Fakt ist aber, das Matten auch in Kindergärten gerade einen Run erfahren. Dort werden sie in Fluren und Vorräumen eingesetzt, beispielsweise vor Bänken, wo die Kleinen sich morgens die Schuhe ausziehen. So gelangt der Schmutz nicht in die Spielräume. Und: Auch in Deutschland setzen Geldinstitute immer mehr SB-Schalter ein, oft in Gewerbegebieten aufgestellten Containern, die ja auch einen sauberen Eindruck hinterlassen sollen. Hier erfahren Schmutzfangmatten vor den Auszahlungsautomaten oder den Druckern gerade einen enormen Zuwachs.

Wo und wie funktionieren sie noch?

Sie funktionieren auch sehr gut als Botschafter – bleiben wir hier bei den Banken oder den Postfilialen. Da werden sie nicht nur aus genannten Hygiene- und Sicherheitsgründen eingesetzt, sondern vor den Schaltern auch zur optischen Kommunikation genutzt. Beispielsweise mit einem aufgedruckten „Bitte Diskretion“ oder „Abstand halten“. Das wirkt.

Gibt es Neuheiten bei den Matten?

Neben unseren im Mietservice bewährten Schmutzfangmatten mit High-Twist-Nylon (HTN), bringen Matten je nach Einsatzort heute auch zusätzliche Features mit. Beispielsweise sogenannte ergonomische „Anti-Ermüdungsmatten“, die häufig an Steharbeitsplätzen zur Schonung der Gelenke eingesetzt werden. Immer beliebter bei unseren Kunden werden zudem waschbare Outdoormatten für den Außenbereich. Diese sind von der Struktur sehr strapazierfähig und stark – und können dank perforierter Löcher im Gummirücken Nässe und Regen ablaufen lassen. Branchen wie Gastronomie, Einzelhandel aber auch Autohäuser und Tankstellen zeigen sich an solch hochwertigen Outdoormatten zunehmend interessiert – als textiler Dienstleister kann die DBL auch diese entsprechend pflegen und bietet dazu ihren Full-Service inklusive Beratung und zuverlässigem Hol- und Bringdienst.

DBL ist Partner im Hygiene-Kompetenzteam des Hygiene-Netzwerks >>>


Übrigens bietet das Hygiene-Netzwerk auch eine Auswahl an Desinfektionsmatten >>> an, die an kritischen Stellen eingesetzt werden können, bei denen besondere Hygienemaßnahmen wichtig sind.

Freitag, 28. Juli 2017

Ekelbrot in bayerischen Großbäckereien


Die bayerische Verbraucherschutzministerin Scharf fordert Sonderkontrollen in bayerischen Großbäckereien.

Wie aus den Medien zu erfahren war, hat das bayerische Verbraucherschutzministerium ein neues Sonderkontrollprogramm für Großbäckereien in Bayern gestartet. Hintergrund sind die von Foodwatch aufgedeckten Hygienemängel in bayrischen Großbäckereien.
Geplant ist, dass die Sonderkontrollen vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gemeinsam mit den Behörden vor Ort durchgeführt werden.
Der von der Ministerin veröffentlichte Entwurf sieht eine Reform der Lebensmittelüberwachung in Bayern vor, in deren Umsetzung auch die Kontrolle von 40 Großbäckereien fällt. Durch die Reform soll eine völlig neue Behörde für die Kontrolle komplexer Betriebe in Bayern entstehen. Die neue Behörde soll zum 01.01.2018 ihre Arbeit aufnehmen und ist Teil der Umsetzung der laufenden Lebensmittelreform. Die Beratungen zum neuen Reformgesetzes in den Landtags-Ausschüssen ist inzwischen abgeschlossen.
Hintergrund all dieser Maßnahmen ist, dass bei Kontrollen von Großbäckereien durch die zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden der Stadt- und Landkreise in Bayern in der Vergangenheit immer wieder Verstöße gegen geltende Hygiene-Vorschriften festgestellt wurden. So wurden in den zurückliegenden Jahren unter Beteiligung der Spezialeinheit des LGL 29 Kontrollen in 19 Großbäckereien in Bayern durchgeführt worden. Weitere Details zu den Betriebs-Kontrollen finden sich unter:
https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/ueberwachung/betriebskontrollen/baeckereien_2017.htm
Hier ein Videobeitrag der ARD zum Thema:


Warten Sie nicht auf die Kontrollen, die jetzt anstehen, sondern lassen Sie sich unabhängig von uns beraten. 
HACCP und Qualitätsicherung: Hygiene-Checks und Qualitätskontrollen von den Profis im Hygiene-Netzwerk
Hygiene-Kontrolle vom Profi. Jetzt anfragen.
Wir bieten ihnen Hygienechecks, Hygieneschulungen, Hilfe beim Aufbau ihres betrieblichen Eigenkontroll- oder HACCP-Konzeptes, Probenahme und Untersuchung ihrer produzierten Lebensmittel und Vieles mehr.
Rufen Sie uns noch heute an. 0800/788 788 1 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz)
Weitere Infos finden Sie auch hier >>>


Freitag, 14. Juli 2017

Transparenzgesetz liegt auf Eis

Bundestagswahlkampf - die SPD-Bundestagsfraktion hat in einem Positionspapier eine Forderung für eine umfassende Veröffentlichung von Verstößen gegen das Lebensmittelrecht beschlossen.
Die SPD ist unzufrieden mit dem Verbraucherschutzminister Christian Schmidt. Entgegen der im Koalitionsvertrag vereinbarten Überarbeitung der Veröffentlichung von Hygieneverstößen, welche im Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch verankert werden sollte, wurde bisher kein Entwurf vorgelegt.
Zu Beginn der Legislaturperiode hatte die neue Bundesregierung im Koalitionsvertrag vereinbart, das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch so zu überarbeiten, dass die Behörden künftig einfach und rechtssicher Hygiene-Verstöße veröffentlichen können.
Bleiben Sie informiert >>>

Dienstag, 27. Juni 2017

Wussten Sie schon, dass die rote Farbe des Campari durch Scharlachschildläuse erzeugt wird?

Campari, der rote Kräuterlikör aus Italien ist nicht nur wohlschmeckend, sondern auch ein Fest für die Augen. Enthalten im Campari ist der natürliche Farbstoff Koschenille-Rot (auch Karmin-Rot genannt), dieser Farbstoff sorgt für die tiefrote Farbe.
Der Farbstoff ist tierischen Ursprungs und wird aus der Scharlachschildlaus (Koschenille) gewonnen. Die Scharlachschildlaus lebt auf bestimmten Kakteen und trinkt deren Saft. Sie wird heute u. a. auf den Kanarischen Inseln, vor allem auf Lanzarote, gezüchtet.
Für die Farbgewinnung werden die Läuse von den Kakteen gesammelt, in der Sonne getrocknet und dann gemahlen. Der daraus gewonnene Farbstoff ist äußerst intensiv.
Schon ein Teelöffel davon würde genügen, um das Wasser einer Badewanne kräftig rot zu färben.

Aktuelle Infos aus der Branche finden Sie hier >>>

Wissen Sie, was Halal bedeutet? Hier finden Sie die Erklärungen zu Halal und den Anforderungen an Halal-Produkten >>>

Freitag, 23. Juni 2017

Lebensmittelbetrug – Verzehr von Haselnussprodukten stellt Gefahr für Allergiker dar

Eine aktuelle Meldung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zeigt, wie bedeutend der Markt für Haselnussprodukte ist und auch wie wichtig dessen Kontrolle sei, um häufig auftretende Nussallergien vorzubeugen.

Deutsche Kontrollstellen haben im Rahmen einer weltweiten koordinierten Aktion zur Lebensmittelbetrugsbekämpfung einen Fall aufgedeckt, bei dem es sich um einen Betrug bei Haselnussprodukten handelt. Die Haselnussprodukte stammen im vorliegenden Fall aus Italien, Georgien und der Türkei. Es musste festgestellt werden, dass die entsprechenden Produkte zu hohe Anteile an Erdnüssen, Cashewkernen oder auch Mandeln enthielten, was jedoch nicht gekennzeichnet wurde. Die Kontrolleure sprechen hierbei von einer Produktmanipulation.

Ende 2016 wurden über 100 Haselnusserzeugnisse von 28 Herstellern aus aller Welt untersucht.
Mehr als 545 t dieser Erzeugnisse wurden hierbei näher kontrolliert. Diese Untersuchungen stießen auf überraschende Ergebnisse. So wurden beispielsweise Erdnussanteile in Höhe von 8% an gehackte Haselnüsse beigemischt, oder einer italienischen Haselnusspaste an die 45% Cashewkernanteile nachgewiesen. Unter anderem gab es sogar Produkte, die zu 27% aus Mandeln bestanden, diese jedoch nicht auf der Zutatenliste angeführt wurden.

Für die meisten Nussallergiker sind solche unerkennbaren Beimischungen unverzeihlich, da sie gesundheitsgefährdend sind. Die Produkte wurden unverzüglich aus dem Verkehr gezogen und die Vorkommnisse teils an die Kriminalpolizei übergeben. Deutsche Behörden hatten schon seit Längerem den Verdacht auf entsprechende Manipulationen, bei denen teurere Haselnusserzeugnisse teils durch kostengünstigere Produkte ersetzt wurden.

Viele Überwachungsbehörden sehen sich mit diesen Fällen wieder bestätigt, wie bedeutend die internationale Zusammenarbeit der einzelnen Staaten und deren Zölle für die Aufdeckung entsprechender manipulierter Warenlieferungen und Lebensmittelbetrügereien weltweit ist.
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Montag, 19. Juni 2017

Frowein erhält Unterstützung für ein innovatives Produkt

Das Wirtschaftsministerium in Baden-Württemberg unterstützt uns bei der Entwicklung für ein neues Produkt mit einem Innovationsgutschein.
Hintergrund ist die Entwicklung einer neuen insektiziden Formulierung zur Anwendung in sehr speziellen und vor allem technisch sehr sensiblen Bereichen. Darüber freuen wir uns natürlich sehr!

Auf der Internetseite des Wirtschaftsministerium ist zu den Innovationsgutscheinen folgendes zu lesen:
„Mit Innovationen neue Märkte erschließen
Baden-Württemberg hat als erstes Bundesland 2008 Innovationsgutscheine für kleine und mittlere Unternehmen eingeführt. Das Programm unterstützt Mittelständler bei der Planung, Entwicklung und Umsetzung von innovativen Produkten, Dienstleistungen oder Produktionsverfahren und bei deren wesentlichen qualitativen Weiterentwicklung. 2012 wurde das Programm um den Innovationsgutschein Hightech Start-up erweitert. Er richtet sich an Hightech-Start-ups bis maximal fünf Jahre nach Gründung und fördert innovative Vorhaben aus den Wachstumsfeldern der Zukunft. Im Mai 2017 wurde der Innovationsgutschein Hightech Digital eingeführt, der etablierte Unternehmen bei der Entwicklung und Realisierung anspruchsvoller digitaler Produkte und Dienstleistungen unterstützt.“