Donnerstag, 27. April 2017

Kontrolleure schauen auf die Berufskleidung

Unternehmer sind verpflichtet, ihren Mitarbeitern bei Bedarf Hygienetextilien zur Verfügung zu stellen. Textile Mietdienstleister wie der DBL-Verbund beraten vor Ort bei der Ausstattung und übernehmen die fachgerechte Aufbereitung der Hygienekleidung.
Produktionshygiene & entsprechende Kleidung sind das A & O.
Rund ein Viertel aller überprüften Lebensmittel verarbeitenden bzw. produzierenden Unternehmen fallen bei den Stichproben der Lebensmittelkontrolleure auf. Ein wesentlicher Punkt des Anstoßes: die Personalhygiene. Und damit auch die eingesetzte Hygienekleidung.

Ja, es gibt sie. Schwarze Schafe unter Herstellern und Verarbeitern von Lebensmitteln werden werbewirksam an den Pranger gestellt. Wegen Salmonellen in der Wurst, Mäusedreck in der Brotproduktion oder Keimen in der H-Milch… Die Ursachen? Selten Absicht und Konzept, meist Nachlässigkeit oder fehlendes Know-how im Umgang mit den wichtigsten Regeln zur Hygiene im Betrieb.

Vertrauen ist gut, Kontrolle besser – denkt sich der Gesetzgeber.
Und schickt Lebensmittelkontrolleure quer durchs Land. Rund 2.500 nehmen hierzulande die Betriebe genau ins Visier. „Unser Augenmerk richtet sich von Abfallentsorgung über Schädlingsbekämpfung bis hin zur Zubereitung von Lebensmitteln“, beschreibt Anja Tittes, Vorsitzende des Bundesverbandes der Lebensmittelkontrolleure e.V. (BVLK), das Aufgabenspektrum ihrer Kollegen. Neben den Stichproben zur Produkt- und Prozesshygiene umfassen die Prüfungen insbesondere auch das Thema Hygienemanagement.

So stellten die Kontrolleure bei ihren bundesweiten Stichproben in den vergangenen Jahren bei jedem vierten aller untersuchten Betriebe Verstöße fest. Zahlen, die laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit konstant bleiben. Die weitaus größte Zahl der Beanstandungen betraf mit 52 Prozent – wie auch schon in den Vorjahren – die allgemeine Betriebshygiene, gefolgt eben von Mängeln im Hygienemanagement (25 Prozent)*. Ein echtes Manko.

Häufige Mängel
„Gerade die persönliche Hygiene der Mitarbeiter des Unternehmens ist sehr wichtig“, betont die BVLK-Vorsitzende. So müssen Personen in Bereichen, in dem mit Lebensmitteln umgegangen wird, ein hohes Maß an persönlicher Sauberkeit halten – und sie müssen dazu geeignete und saubere Arbeitskleidung, ggf. auch Schutzkleidung tragen. „Dies ist wichtig, um eine nachteilige Beeinflussung von Lebensmitteln durch den Menschen zu verhindern“, so Anja Tittes. „Das Tragen von Hygienekleidung gehört dabei zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen. Die Schutzfunktion dieser Berufskleidung muss dem jeweiligen lebensmittelhygienischen Risiko und der Art der Tätigkeit entsprechen.“**
Gerade hier finden die Kontrolleure immer wieder Mängel. Laut der BVLK-Vorsitzenden wird z.B. vorgeschriebene Hygienekleidung oder auch der Haarschutz nicht getragen. Oder die Lebensmittelkontrolleure finden wieder Betriebe, in denen Berufskleidung zwar eingesetzt wird, diese aber nicht den Anforderungen in den hygienisch sensiblen Bereichen entspricht. Normgerecht ist laut BVLK z.B. Oberbekleidung, die bei mindestens 60 Grad Celsius waschbar ist. Nicht zugelassen, aber häufig gesichtet: Kittel, die stark verschmutzt oder zerrissen sind.

Doch wie die dauerhafte Hygiene der Berufskleidung sichern? Hier sind alle Betriebsinhaber in der Pflicht. Laut BVLK muss in Bezug auf die wiederverwendbare Hygienekleidung aus textilen Materialien zunächst sichergestellt sein, dass jeder eingesetzte Artikel industriell bearbeitet werden kann, waschbar und desinfizierbar ist. Dazu Anja Tittes: „Im täglichen Geschäft heißt das für den Unternehmer: Er muss nachweisen können, dass die Hygienekleidung seiner Mitarbeiter regelmäßig gewechselt, gereinigt und wiederaufbereitet wird. Dazu sollte er auf Verlangen eine entsprechende Dokumentation vorlegen können.“

Mit gutem Beispiel voran
Richtige Pflege und hygienische Aufbereitung – interessantes Thema übrigens auch für die Lebensmittelkontrolleure selbst. Denn auch sie tragen bei ihren Einsätzen Hygienekleidung. Wie beispielsweise Michael Förtsch, Landesvorsitzender des Verbandes der Lebensmittelkontrolleure Bayerns e.V.. Er überwacht mit fünf Kollegen die lebensmittelverarbeitenden Betriebe im Landkreis Traunstein. „Als Lebensmittelkontrolleure müssen wir hier mit gutem Beispiel vorangehen. Neben der Einhaltung der Schutzvorschriften, etwa durch innenliegende Taschen, geht es dabei auch um die fachgerechte Pflege der Kleidung.“

Die Lebensmittelkotrolleure in Bayern setzen hier auf Sicherheit und externe Expertise – und zwar durch den textilen Mietservice. „Seit fast fünf Jahren arbeiten wir mit der DBL zusammen“, so Michael Förtsch. „Insgesamt werden sechs Mitarbeiter mit passenden Kitteln inklusive Landkreiswappen, Funktion und Namensemblem ausgestattet.“ Wie funktioniert das Prozedere im Leasing?

Dazu erklärt Thomas Echelmeyer vom DBL-Verbund: „Wir beraten im Vorfeld, klären Ansprüche und Bedarf, kleiden individuell nach persönlicher Anprobe ein. Im wöchentlichen Intervall holt unser Servicefahrer dann die verschmutzte Hygienekleidung im Landratsamt ab – und bringt frisch gepflegte mit. Im regionalen DBL-Vertragswerk – hier die Textilservice Stangelmayer GmbH – wird die Kleidung gemäß den HACCP-Richtlinien*** aufbereitet und kommt daher stets hygienisch gepflegt zu den Lebensmittelkontrolleuren zurück.“

Lösung durch externe SpezialistenFür Lebensmittelkontrolleur Michael Förtsch und seine Kollegen eine optimale Lösung. „Zuvor haben wir gekaufte Kittel getragen. Mit der regelmäßigen Pflege wurde jeweils ein Kollege betraut, der die Kleidung zur örtlichen Reinigung brachte“ erinnert sich der Lebensmittelkontrolleur. „Zusammentragen, hinbringen, abholen, Rechnung einreichen – das war immer ein enormer Organisationsaufwand. Zudem konnten besonders hartnäckige Flecken wie Blutspritzer oftmals nicht restlos entfernt werden.“

Heute übernimmt der textile Mietdienstleister die gesamte Organisation rund um die Pflege der Kleidung – und gewährleistet mit zertifizierten Waschprozessen die nötige Sicherheit, liefert dazu Nachweise über die hygienische Unbedenklichkeit der aufbereiteten Textilien. Aus Sicht der Lebensmittelkontrolleure wichtiger Aspekt für die Lebensmittelbetriebe. Denn eine klare Dokumentation des Pflegeverfahrens kann bei Störungen in der Produktion belegen, dass das Unternehmen die beschriebenen Verfahren zum vorgeschriebenen Einsatz der Hygienekleidung eingehalten hat.

Viele Vorteile, wenn es um das Thema Hygiene und Berufskleidung geht. So liefert der Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure Deutschlands e.V. (BVLK) dann auch eine entsprechend klare Empfehlung. Dieser plädiert gerade in Bezug auf die Pflege von Hygienekleidung für die Zusammenarbeit mit einem textilen Mietdienstleister. Hier darf der DBL-Verbund auch 2017 als momentan einziger Anbieter im Bereich des textilen Leasings das BVLK-Siegel mit dem Zusatz „Empfohlen vom Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure Deutschlands e.V.“ tragen.


*Im Jahr 2014 hat die amtliche Lebensmittelüberwachung der Länder rund 540.000 Betriebe kontrolliert. Bei 25 Prozent wurden Verstöße festgestellt.
Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

** Gemäß DIN 10524 - Lebensmittelhygiene – Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben variieren die Anforderungen:
4.2.2 Geringes Hygienerisiko (RK1)
Beim Vorliegen eines geringen Hygienerisikos (Umgang mit nicht leicht verderblichen Lebensmitteln oder Zutaten) kann die Schutzfunktion der Arbeitsbekleidung dem Lebensmittel gegenüber gering sein, wenn es durch die Verpackung hinreichend geschützt ist, bzw. in einer weiteren Stufe vom Hersteller oder Verbraucher noch weiterverarbeitet wird.
4.2.3 Hohes Hygienerisiko (RK2)
Beim Vorliegen eines hohen Hygienerisikos (Umgang mit unverpackten leicht verderblichen Lebensmitteln oder Zutaten) muss die Schutzfunktion hoch sein, insbesondere dann, wenn die Lebensmittel nicht weiterverarbeitet werden und Mikroorganismen sich darin oder daran vermehren können (z. B. bei der Abgabe unverpackter Lebensmittel). Zu dieser Gruppe zählen auch Tätigkeiten, bei denen Lebensmittel technologisch/handwerklich bearbeitet werden und im Rahmen dieser Maßnahmen eine gezielte Beeinflussung der originären Keimflora erfolgt (z. B. durch Erhitzen, Salzen, chemische Konservierung oder Trocknung).
4.2.4 Höchstes Hygienerisiko (RK3)
Beim Vorliegen des höchsten Hygienerisikos (Umgang mit unverpackten verzehrfähigen, sehr leicht verderblichen Lebensmitteln) muss eine sehr hohe Schutzfunktion sichergestellt sein, da die Lebensmittel technologisch nicht stabilisiert werden und Mikroorganismen einschließlich Krankheitserreger sich gegebenenfalls vermehren können.

*** HACCP Konzept HACCP ist die Abkürzung für »Hazard Analysis and Critical Control Points«. Übersetzt bedeutet dies etwa »Risikoanalyse kritischer Kontrollpunkte und Festlegen von Lenkungspunkten«

Das Unternehmen:
DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH >>>

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Mittwoch, 5. April 2017

Zecken & Rohmilch: Forscher berichten von neuen Übertragungswegen für FSME

Universität Hohenheim verweist auf steigende Ansteckungsgefahr durch weitere Übertragungswege / Zeckenaktivität 2016 wieder gestiegen / höchste Aktivität weiterhin im Süden
Nicht nur Zecken – auch infizierte Rohmilch kann Hirnhautentzündung übertragen. Dies zeigt die aktuelle Auswertung von Deutschlands erstem klar dokumentierten Fall, den Zeckenforscher auf der heutigen Pressekonferenz der Universität Hohenheim vorstellten. Eine zweite neue Erkenntnis war der Fund von FSME-infizierten Zecken bei einer Zeckenart, die wesentlich früher im Jahr und bis in den Winter hinein aktiv ist, aber bislang nicht als Überträger der Krankheit galt. Zecken-Expertin Prof. Dr. Ute Mackenstedt berichtete außerdem über steigende Fallzahlen in Norddeutschland. Laut der Zecken-Expertin kann die Zahl der Krankheitsfälle auch zwischen kleinräumigen Gebieten stark variieren.

Unbehandelte Ziegenmilch vom Biohof: ein gesunder Genuss, dachte sich eine Familie beim Besuch eines Ziegenhofs im Kreis Reutlingen und probierte die angebotene frische Ziegenmilch.
Was keiner ahnen konnte: Die Milch war mit dem Virus der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) befallen, zwei Familienmitglieder erkrankten daran. Sie wurden stationär behandelt, haben sich inzwischen jedoch wieder erholt.

FSME-Infektionen nach dem Verzehr von Rohmilchprodukten kommen in Osteuropa regelmäßig vor. In Deutschland sei ein solcher Fall vor dem Sommer 2016 jedoch noch nicht aufgetreten, erklärte Zecken-Expertin Prof. Dr. Ute Mackenstedt, Leiterin des Fachgebiets Parasitologie an der Universität Hohenheim.

Wissenschaftler arbeiten nun daran, den gesamten Übertragungsweg bei den Krankheitsfällen nachzuvollziehen, berichtete Prof. Dr. Mackenstedt. „Zum ersten Mal konnten wir bei diesem Fall die Überträger (Zecken), die Wirtstiere (Ziegen), befallene Lebensmittel wie Ziegenmilch und Rohmilchkäse und die erkrankten Personen untersuchen.“

Dabei seien noch viele Fragen offen, so die Parasitologin: „Die vierköpfige Familie nahm Ziegenkäse von dem Hof zu sich, die beiden männlichen Familienmitglieder tranken außerdem Milch und erkrankten.“. Das könne ein Zufall sein oder daran liegen, dass die Männer zusätzlich zum Käse auch Milch zu sich genommen haben. Grund könnten aber auch geschlechtsspezifische hormonelle Unterschiede der beteiligten Personen sein.

Doch vor FSME-Erregern in Nahrungsmittel könne man sich schützen, so die Experten bei der heutigen Pressekonferenz. Dr. Rainer Oehme vom Landesgesundheitsamt Stuttgart stellte klar: „Nach gegenwärtigem Kenntnisstand schützt auch eine normale FSME-Impfung vor einer Ansteckung über infizierte Nahrungsmittel.“

Es sei außerdem davon auszugehen, dass bei Milchprodukten aus pasteurisierter Milch keine Ansteckungsgefahr bestehe.


Weitere Zeckenart tritt als neuer FSME-Überträger auf
Im vergangenen Jahr wurde außerdem eine neue Zeckenart als FSME-Überträger ausgemacht, die bei deutlich niedrigeren Temperaturen aktiv ist als der Gemeine Holzbock.

Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) galt bislang nicht als Überträger des Erregers. Das habe sich nun geändert, erklärte PD Dr. Gerhard Dobler. Der Mediziner leitet das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr und ist Leiter des Deutschen Konsiliarlabors für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

„An einem Mess-Standort nahe Leipzig wurden 2016 und 2017 mit FSME infizierte Auwaldzecken gefunden.“ Bislang gehörten alle Überträger der FSME zur Gattung Ixodes, darunter auch der Gemeine Holzbock, der im Gegensatz zu vielen anderen Zeckenarten auch Menschen befällt.

PD Dr. Dobler kann jedoch beruhigen: „Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass Auwaldzecken auch Menschen befallen. Deutlich häufiger befallen sie jedoch Tiere.“ Auch gegen das durch diese Zeckenart übertragene FSME-Virus sei man mit einer FSME-Impfung geschützt.


Trotz Anstieg bei FSME-Erkrankungen: Vorsicht vor Trendprognosen
Knapp 350 Fälle von FSME registrierte das Robert-Koch-Institut 2016 – ein Anstieg um mehr als 120 Erkrankungen im Vergleich zum Vorjahr. Und: Bereits in diesem Jahr wurden zwei FSME-Fälle erfasst.

Prof. Dr. Mackenstedt warnt jedoch vor vorschnellen Interpretationen der Statistik: „Auch in Jahren mit weniger Fallzahlen haben wir einzelne Landkreise, bei denen die Krankheitsfälle zunahmen. In anderen treten plötzlich über Jahre keine Krankheitsfälle auf, dann flammen sie wieder auf.“

Als Beispiel dafür nannte sie Beobachtungen aus einem Garten in Stuttgart, den das Landesgesundheitsamt seit über 20 Jahren auf FSME-infizierte Zecken überprüft. Nach zwei Jahren ohne infizierte Tiere wurden dort in diesem Jahr erstmals wieder Zecken gefunden, die das Virus in sich tragen.

Prof. Dr. Mackenstedt zog daraus den Schluss: „Nur weil wir für ein paar Jahre keine infizierten Zecken in einem Gebiet finden konnten oder es keine Erkrankungsfälle gab, heißt das nicht, dass die FSME-Infektion an dieser Stelle erloschen ist.“

Zecke weiter bundesweit auf dem Vormarsch

Nach wie vor sind zwar vor allem Baden-Württemberg und Bayern von FSME-Infektionen betroffen: Dort traten 80 Prozent der erfassten Fälle auf. Doch die FSME-Fälle werden immer häufiger weiter im Norden registriert.

„Was sich bereits in den vergangenen Jahren abzeichnete, können wir erneut bestätigen“, so PD Dr. Dobler. „Die FSME kommt inzwischen auch gehäuft in Niedersachsen und nahe der holländischen Grenze vor.“

Erneut hätten dabei der überwiegend milde Winter und der warme Vorfrühling dafür gesorgt, dass die Zecken früh aktiv werden. „Seit den warmen Tagen Anfang März kommen die Tiere mit Macht“, stellte Prof. Dr. Mackenstedt fest.

Zeckenforschung in Labor und Garten
Um das Zeckenvorkommen auf Grundstücken zu zählen, hat Prof. Dr. Mackenstedt mit ihrem Team in den vergangenen Jahren immer wieder Gärten im Großraum Stuttgart „beflaggt“. Dabei ziehen die Forscher weiße Stoffbahnen über Rasen und Büsche. Die Zecken wechseln auf diese Zeckenfahnen und werden anschließend abgesammelt und gezählt. Im Labor werden die Zecken getötet und auf FSME-Erreger getestet.

Für weitere Forschungsprojekte werden im Labor der Universität Hohenheim auch lebende Zecken gehalten. Zur Fütterung werden bis zu 15 Zecken mit Pinseln auf Wüstenrennmäuse aufgestrichen, wo sie für circa 3 - 14 Tage Blut aufnehmen.

Der Zeckenstich und die Blutaufnahme sind für die Wüstenrennmäuse schmerzfrei. Sie müssen während der Fütterung jedoch in einem Käfig von ihren Artgenossen isoliert gehalten werden, damit diese die Zecken nicht abknabbern. Sobald die Zecken abfallen, werden die Wüstenrennmäuse wieder in ihre soziale Gruppe reintegriert. Das Tierschutzgesetz stuft dies als „niedrige Belastung“ ein.

Da die Fütterung der Zecken mit dem Risiko einhergeht, dass sich die Wüstenrennmäuse mit Krankheitserregern infizieren, werden die Wüstenrennmäuse nach gut drei solcher Fütterungsgänge mit CO2 betäubt und schmerzlos eingeschläfert. Circa fünf Wüstenrennmäuse sind jeweils zur Fütterung der Zecken in einem Versuch nötig.
       
Text: Barsch / Klebs

Universität Hohenheim
Pressestelle
70593 Stuttgart
Tel.: 0711 459-22003
Fax: 0711 459-23289

Montag, 27. März 2017

Hygieneampel–Pilotprojekt startet jetzt auch in Niedersachsen!

Hygieneampel Informationen erhalten Sie aktuell und ausführlich beim Hygiene-Netzwerk
Hygieneampel Informationen beim Hygiene-Netzwerk
Zwischenzeitlich hat nun auch Niedersachsen beschlossen noch in 2017 mit der Veröffentlichung der Kontrollergebnisse zu beginnen. Laut Aussagen des niedersächsischen Verbraucherschutzministers Christian Meyer (Grüne) startet Niedersachsen 2017 einen Testlauf für ein sogenanntes Hygiene-Barometer. Geplant ist hierbei zunächst in den Pilotregionen der Landkreise Braunschweig und Celle sowie in der Landeshauptstadt Hannover zu starten. Das Verfahren soll dann ab Sommer 2017 für alle Kommunen verpflichtend eingeführt werden. Wir werden hierzu weiterhin informieren.
Aktuelle Infos zur Hygieneampel finden Sie hier >>>
http://www.hygiene-netzwerk.de/presseportal/hygieneampel

Dienstag, 28. Februar 2017

Wie viel Kleidung muss ich für jeden Mitarbeiter anschaffen?

Alexander J. Neuzerling ist Verkaufsleiter beim DBL-Vertragswerk, der ITEX Gaebler-Industrie-Textilpflege GmbH & Co. KG in Montabaur
Berufkleidung für die Mitarbeiter - unser Expete gibt Rat
Eine Garnitur Berufskleidung anschaffen und der Mitarbeiter ist ausgestattet?
Warum es in der Praxis nicht so einfach ist, erklärt unser Experte Alexander J. Neuzerling (Verkaufsleiter der Itex Gaebler-Industrie-Textilpflege GmbH & Co. KG), in unserer Reihe der Expertenfragen.
„Bei der Anschaffung zählt gute Planung. Selten reicht eine Ausstattung pro Mitarbeiter.
Wechselt der Mitarbeiter z.B. einmal pro Woche seine Berufskleidung, sind drei Garnituren sinnvoll. Denn: Eine trägt der Mitarbeiter, eine weitere befindet sich in der Wäsche und die dritte liegt sauber zum Wechsel bereit. Betriebe, in denen z.B. auf Grund von Hygienevorschriften mehrmals pro Woche die Kleidung gewechselt wird, benötigen eine entsprechend höhere Ausstattung, um nicht mehrmals pro Woche die Waschmaschine starten zu müssen.
Soviel Berufskleidung wird gebraucht.
Soviel Berufskleidung wird gebraucht.
Das kann bei der Anschaffung schon einmal teuer werden, bedeutet zudem bei Personalwechsel und dem daraus meist resultierenden Kleidungswechsel wiederum Kosten für den Betrieb. Hier ist das textile Leasing eine Alternative – Mitarbeiterwechsel, Größenänderungen, etc. lassen sich so kostenneutral gestalten.“

Das Unternehmen:
DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH >>>
Albert-Einstein-Straße 30
90513 Zirndorf
Web: www.dbl.de

Hier gibt es übrigens einen interessanten Artikel zu farbiger Berufskleidung und warum diese unzulässig ist >>>

Montag, 20. Februar 2017

Hygieneschulung für ausländische Mitarbeiter - Infos in 13 Fremdsprachen zur sicheren Zubereitung von Lebensmitteln in Großküchen


Wer gewerblich Speisen in der Gemeinschaftsverpflegung für andere zubereitet, trägt große Verantwortung. Jedes Jahr werden mehr als 100.000 Erkrankungen alleine in Deutschland gemeldet, welche durch Mikroorganismen - vor allem Bakterien, Viren oder Parasiten – die bei der Lebensmittelherstellung ins Essen gelangen. Man geht davon aus, dass die Dunkelziffer wahrscheinlich 10 Mal höher liegt. 
Zur Verminderung solcher Krankheitsfälle müssen in der Gemeinschaftsverpflegung strenge Hygieneregeln eingehalten werden.
Ein großes Problem der letzten Jahre ist, dass immer mehr fremdsprachige Mitarbeiter in der Gemeinschaftsverlegung arbeiten. Jedoch auch diese unterliegen gesetzlichen Schulungs- und Informationspflichten. Das BfR und aid infodienst haben nunmehr Hygieneregeln für Beschäftigte in Großküchen formuliert – diese gibt es nun in aktuell 13 verschiedenen Fremdsprachen.
In den Großküchen und in der Gastronomie in Deutschland arbeiten Personen unterschiedlicher Nationalitäten. Daher wurde das Merkblatt „Hygieneregeln in der Gemeinschaftsgastronomie“ vom Deutschen in andere Fremdsprachen übersetzt.

Bei dem Merkblatt geht es hauptsächlich darum, Hygieneregeln in der Gemeinschaftsgastronomie, wie z.B. die persönliche Körperhygiene, einen sachgerechten Umgang mit Lebensmitteln sowie die allgemeine Betriebshygiene zu vermitteln. Wenn diese befolgt werden, sollten Lebensmittel vor Verunreinigung mit Krankheitserregern geschützt und dadurch lebensmittelbedingte Erkrankungen vermieden werden können.

In den Hygieneregeln geht es darum, eine Übertragung von Krankheitserregern vom Menschen auf Lebensmittel zu verhindern, aber auch deren Übertragung von einem Lebensmittel auf andere Lebensmittel zu vermeiden. Weiterhin lernen Sie hier, dass erhitzen vorhandene Erreger auf den Lebensmitteln abtötet. Weiterhin wird vermittelt, dass ein richtiges Heißhalten der Lebensmitteln bzw. deren schnelle und ausreichende Kühlung davor schützt, dass überlebende Krankheitserreger sich darin nicht vermehren können.

Informationen hierzu finden Sie nun in den fremdsprachigen Merkblättern des BfR und des aid infodienst >>>. Das Merkblatt „Hygieneregeln in der Gemeinschaftsgastronomie“ gibt es nun in folgenden Fremdsprachen:
Hygieneregeln in Deutsch >>>
Hygieneregeln in Arabisch >>>
Hygieneregeln in Chinesisch >>>
Hygieneregeln in Englisch >>>
Hygieneregeln in Französisch >>>
Hygieneregeln in Griechisch >>>
Hygieneregeln in Italienisch >>>
Hygieneregeln in Persisch >>>
Hygieneregeln in Polnisch >>>
Hygieneregeln in Russisch >>>
Hygieneregeln in Spanisch >>>
Hygieneregeln in Türkisch >>>
Hygieneregeln in Vietnamesisch >>>

Informationen und Termine zu weiteren Schulungen und Seminare finden Sie auf der Seite der Hygiene-Netzwerk Akademie: www.hygiene-netzwerk.de/schulungen-beratungen-seminare

Hier finden Sie wichtige Meldungen für die Gastronomie: www.hygiene-netzwerk.de/presseportal/wichtig

Donnerstag, 16. Februar 2017

69. Kölner Stadtmeisterschaft 2017 - eine langjährige Tradition setzt sich kontinuierlich fort

Kölner Stadtmeisterschaft der Köchejugend ist Talentschmiede
Die vom Colonia Kochkunstverein und Gasteria von 1884 e.V. bereits seit 1948 ins Leben gerufene Talentschmiede, die Kölner Stadtmeisterschaft, soll auch in diesem Jahr wieder eine exzellente Grundlage für die Förderung von Nachwuchsköchen auf hochkarätigem Niveau sein.
Erfolge die sich sehen lassen können – die Kölner Stadtmeisterin 2016 Anne Kratz aus dem Hyatt Regency Hotel Köln ist die Stufen gleich in großen Schritten gegangen und gewann neben der NRW Landesmeisterschaft einen Platz auf der Siegertreppe beim Rudolf Achenbach Preis in Frankfurt als Deutschlands Zweitbeste Nachwuchsköchin.
Der Vorjahressieger aus Köln, Max Krogull vom Gruber‘s Restaurant, ist aktuell auf kulinarischer Fernreise auf der MS Europa unterwegs und betreibt dazu noch einen erfolgreichen Internet Blog, den Kochberuf und die Kochkunst auf einfachem zugänglichem Wege zu präsentieren.

Insbesondere hervorzuheben sind auch die anhaltenden grandiosen Erfolge der Teamchefin der
Garde Culinaria (CKV Regionalmannschaft für nationale und internationale Wettbewerbe)
Julia Komp aus Overath. Ihr gelang es in diesem Jahr die Equipe des Guide Michelin von Ihren
herausragenden Kochkünsten im Restaurant Schloss Loersfeld zu überzeugen und mit einem
Michelin Stern ausgestattet nunmehr im Alter von 27 Jahren Deutschlands jüngste Sterneköchin
ist. Neben weiteren bekannten Größen aus der Branche wird sie auch zur CKV Jury 2017 bei den
Kölner Stadtmeisterschaften gehören.

Dank der hervorragenden und großartigen Unterstützung bedeutender gastronomischer Partner
des CKV wie Dom Kölsch, Coca-Cola, Weingut Amlinger&Sohn, ProGast und dem Radisson Blu
Hotel Köln wird dort die Stadtmeisterschaft der auszubildenden Köchinnen und Köche am
Sonntag 26. März 2017 ausgetragen.
Die Teilnahme an dieser sehr aufwendigen, insbesondere auch der IHK-Gesellenprüfung
nah angepasste Meisterschaft, ist heute immer noch ein bedeutendes Sprungbrett unseres
Nachwuchses in den Beruf der Köchin und des Kochs. Man erlangt die Befähigung einen weiteren
Schritt nach vorne zu gehen, sich und sein Können der ausgewählten CKV Jury zu präsentieren.
Die Teilnehmer haben die Chance für das nationale und internationale Parkett vorbereitet zu
werden und letztendlich dies für eine aufstrebende und ambitionierte Karriere zu nutzen.
Köln ist mittlerweile eine Stadt mit einer absolut hochwertigen internationalen Hotellerie- und
Gastronomielandschaft, die auch weite Kreise in die Region zieht.
Neben Spitzengastronomen zählen auch weltweit agierende Firmen mit ihren Betriebskasinos, in
denen hervorragend gekocht wird, zum Erfolg der Rheinmetropole.

Teilnahme:
Teilnahmeberechtigt an der Stadtmeisterschaft sind alle Auszubildenden, die zum Zeitpunkt der
Meisterschaft in einem Ausbildungsverhältnis stehen und im Veranstaltungsjahr maximal das
23. Lebensjahr vollenden. Daneben müssen die Auszubildenden sich 2017 entweder im vorletzten
oder letzten Ausbildungsjahr befinden oder in diesem Jahr ihre Abschlussprüfung bereits abgelegt
haben.
Im Rahmen des Wettbewerbes gilt es anfangs einen theoretischen Vorentscheid am
12. März 2017 im Radisson Blu Hotel Köln zu bewältigen.
Die erste Hürde gemeistert, findet am 26. März 2017 im Radisson Blu Hotel Köln die praktische
Prüfung – Wettkampf Kölner Stadtmeisterschaft 2017 - für 10 Teilnehmer statt und der/die Kölner
StadtmeisterIn wird von der renommierten CKV Jury ermittelt und gekürt.
Kurz darauf folgend heißt es dann am 01. April 2017 in Dortmund für den/die Kölner
StadtmeisterIn sich auf Landesebene einen weiteren Titel im Rahmen des NRW-Pokals erkochen
zu müssen, damit die Zulassung zur Deutschen Meisterschaft – Rudolf Achenbach Preis – am
12. und 13. Mai 2017 in Frankfurt das finale Ziel ist.
Diese älteste, von Rudolf Achenbach initiierte und nach strengen Statuten durchgeführte
Deutsche Meisterschaft als Bundesjungendwettbewerb des Verbands der Köche Deutschlands
e.V. (VKD) beweist, sein Können bei mehr als 37.000 jungen Menschen unter Beweis gestellt zu
haben.
Anmeldung unter: krahwinkel@colonia-kochkunstverein.de

Infos unter:
Robert Wullen
Pressesprecher – Public Relations Officer
Colonia Kochkunstverein & Gasteria 1884 e.V. / Cologne Chefs Association
Zweigverein des Verbandes der Köche Deutschlands e.V. / Member of the German Cook Association
c/o DEVK GA WULLEN
Goldgasse 2
50668 Köln
Germany
T +49 221 139 10 63
F +49 221 139 04 98
M +49 177 214 39 61
wullen@devk-goldgasse.de
www.colonia-kochkunstverein.de

Hier gibt es weitere Berichte zum Colonia-Kochkunstverein und der Nachwuchsförderung >>>

Hier Berichte im Blog >>>

Mittwoch, 15. Februar 2017

Eilmeldung: Hygieneampel heute verabschiedet - 150.000 Betriebe in NRW betroffen



Die „Hygiene-Ampel“ wurde heute (15.02.17) durch die Landesregierung auf den Weg gebracht. Der Düsseldorfer Landtag verabschiedete endgültig das Kontrollergebnis-Transparenz-Gesetz (KTG) und stärkt damit den Verbraucherschutz.
Alle rund 150.000 Betriebe, die in Nordrhein-Westfalen Lebensmittel verkaufen oder produzieren, müssen demnach künftig die Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelkontrollen in ihrem Unternehmen veröffentlichen. Welche Auswirkungen dies zukünftig für Gewerbetreibende hat, kann sich jeder denken.
Wichtig hierzu: Es wird eine 36-monatige Übergangsfrist geben, bevor die Ergebnisse veröffentlicht werden müssen (Eingangsbereich, Internet, Medien, etc.). Die Landesregierung will mit dem Gesetz den "Qualitätswettbewerb" unter den Unternehmen und den Verbraucherschutz stärken (Verantwortlich ist Umweltminister Johannes Remmel.
Hier wurde ebenfalls schon berichtet: www.hygiene-netzwerk.de/presseportal/hygieneampel 

Bereiten Sie sich auf die Hygieneampel und die entsprechenden Anforderungen zu. Hier finden Sie den Bericht zum kostenlosen E-Book vom Hygiene-Netzwerk >>>

Weitere Tipps und Infos:
Wie gehen Sie mit Rückstellproben um? Kennen Sie die aktuelle Gesetzeslage und deren Anforderungen? Hier finden Sie auch zm Thema Rückstellproben wichtige Infos >>> 

Der Kontrollwahn und die Kosten, die auf die Gewerbetreibenden abgewälzt werden.
Jede Regelkontrolle kostet Geld >>>