Freitag, 23. Juni 2017

Lebensmittelbetrug – Verzehr von Haselnussprodukten stellt Gefahr für Allergiker dar

Eine aktuelle Meldung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zeigt, wie bedeutend der Markt für Haselnussprodukte ist und auch wie wichtig dessen Kontrolle sei, um häufig auftretende Nussallergien vorzubeugen.

Deutsche Kontrollstellen haben im Rahmen einer weltweiten koordinierten Aktion zur Lebensmittelbetrugsbekämpfung einen Fall aufgedeckt, bei dem es sich um einen Betrug bei Haselnussprodukten handelt. Die Haselnussprodukte stammen im vorliegenden Fall aus Italien, Georgien und der Türkei. Es musste festgestellt werden, dass die entsprechenden Produkte zu hohe Anteile an Erdnüssen, Cashewkernen oder auch Mandeln enthielten, was jedoch nicht gekennzeichnet wurde. Die Kontrolleure sprechen hierbei von einer Produktmanipulation.

Ende 2016 wurden über 100 Haselnusserzeugnisse von 28 Herstellern aus aller Welt untersucht.
Mehr als 545 t dieser Erzeugnisse wurden hierbei näher kontrolliert. Diese Untersuchungen stießen auf überraschende Ergebnisse. So wurden beispielsweise Erdnussanteile in Höhe von 8% an gehackte Haselnüsse beigemischt, oder einer italienischen Haselnusspaste an die 45% Cashewkernanteile nachgewiesen. Unter anderem gab es sogar Produkte, die zu 27% aus Mandeln bestanden, diese jedoch nicht auf der Zutatenliste angeführt wurden.

Für die meisten Nussallergiker sind solche unerkennbaren Beimischungen unverzeihlich, da sie gesundheitsgefährdend sind. Die Produkte wurden unverzüglich aus dem Verkehr gezogen und die Vorkommnisse teils an die Kriminalpolizei übergeben. Deutsche Behörden hatten schon seit Längerem den Verdacht auf entsprechende Manipulationen, bei denen teurere Haselnusserzeugnisse teils durch kostengünstigere Produkte ersetzt wurden.

Viele Überwachungsbehörden sehen sich mit diesen Fällen wieder bestätigt, wie bedeutend die internationale Zusammenarbeit der einzelnen Staaten und deren Zölle für die Aufdeckung entsprechender manipulierter Warenlieferungen und Lebensmittelbetrügereien weltweit ist.
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Montag, 19. Juni 2017

Frowein erhält Unterstützung für ein innovatives Produkt

Das Wirtschaftsministerium in Baden-Württemberg unterstützt uns bei der Entwicklung für ein neues Produkt mit einem Innovationsgutschein.
Hintergrund ist die Entwicklung einer neuen insektiziden Formulierung zur Anwendung in sehr speziellen und vor allem technisch sehr sensiblen Bereichen. Darüber freuen wir uns natürlich sehr!

Auf der Internetseite des Wirtschaftsministerium ist zu den Innovationsgutscheinen folgendes zu lesen:
„Mit Innovationen neue Märkte erschließen
Baden-Württemberg hat als erstes Bundesland 2008 Innovationsgutscheine für kleine und mittlere Unternehmen eingeführt. Das Programm unterstützt Mittelständler bei der Planung, Entwicklung und Umsetzung von innovativen Produkten, Dienstleistungen oder Produktionsverfahren und bei deren wesentlichen qualitativen Weiterentwicklung. 2012 wurde das Programm um den Innovationsgutschein Hightech Start-up erweitert. Er richtet sich an Hightech-Start-ups bis maximal fünf Jahre nach Gründung und fördert innovative Vorhaben aus den Wachstumsfeldern der Zukunft. Im Mai 2017 wurde der Innovationsgutschein Hightech Digital eingeführt, der etablierte Unternehmen bei der Entwicklung und Realisierung anspruchsvoller digitaler Produkte und Dienstleistungen unterstützt.“



Mittwoch, 14. Juni 2017

Wussten Sie schon, dass man Eier vor der Lagerung nicht waschen sollte?

Die Eierschale besteht größtenteils aus Kalk und ist von unzähligen feinen Poren durchsetzt.
Das Cuticula genannte Eioberhäutchen überzieht die Kalkschicht und verhindert, dass Keime in das Ei dringen. Dieses Häutchen ist der eingetrocknete Rest der Schleimschicht, mit der das Ei vor der Ablage bedeckt ist. Wäscht man verschmutzte Eier, bevor man sie lagert, wird diese Schutzschicht zerstört und Keime - wie Salmonellen -  können eindringen.
Es empfiehlt sich allerdings, den Schmutz abzuwaschen, kurz bevor man die Eier beim Kochen verarbeitet, da sonst Spuren davon in die Speisen gelangen könnten.

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Donnerstag, 1. Juni 2017

Öko-Schädlingsbekämpfung: Schlupfwespen-Zuchtbox der Uni Hohenheim erhält Umweltpreis

Der Kornkäfer ist für Getreidelager gefährlich: Wenn seine Larven sich in den Körnern ausbreiten, kommt es schnell zum Totalausfall der Getreideernte. Die nur einen Millimeter kleine Lagererzwespe kann das verhindern: Sie bohrt Kornkäferlarven an, legt ihre Eier im Schädling ab und ihre Nachkommen fressen das Insekt von innen auf. Prof. Dr. Johannes Steidle und Dr. Steffi Niedermayer entwickeln seit drei Jahren die Hohenheimer Zuchtbox für Lagererzwespen. In ihr können die nützlichen Insekten heranwachsen, sogar per Post an Landwirte verschickt werden und Getreidelager bis zu sieben Monate schützen. Dafür erhalten die Forscher den Umweltpreis der Sparkasse Pforzheim Calw.

1. Juni 2017, 19:00 Uhr, Sparkasse in Calw: Forscher der Universität Hohenheim erhalten 8.000-Euro-Preis der Stiftung Umweltpreis der Sparkasse Pforzheim Calw

In Spitzenzeiten sollen über 200 junge Lagererzwespen gleichzeitig aus einer Hohenheimer Zuchtbox schlüpfen und gegen den Kornkäfer vorgehen. So kann sich der Schädling nicht weiter im Getreidelager ausbreiten.

„Genau genommen bekämpfen die Lagererzwespen bereits die Larve des Kornkäfers, die sich innerhalb von Getreidekörnern einnistet“, erklärt Prof. Dr. Johannes Steidle, Leiter des Fachgebiets Tierökologie an der Universität Hohenheim. „Die Lagererzwespe sucht in gelagertem Getreide nach befallenen Weizenkörnern, durchsticht ihre Schale mit ihrem Stachel. Dort zapft sie die Larve des Kornkäfers an, die im Weizenkorn schlummert, oder legt ihre Eier auf ihr ab.“

Hohenheimer Zuchtbox vereinfacht Bekämpfung

Die biologische Bekämpfung des Kornkäfers mit der Lagererzwespe ist ein gut etabliertes und erfolgreiches Verfahren, das bereits auf den Arbeiten von Prof. Dr. Steidle beruht. Bisher werden die Wespen gezüchtet und vom Züchter mehrmals im Jahr an Landwirte verschickt. Diese müssen sie dann selbst freilassen.

Der große Vorteil der Hohenheimer Zuchtbox: Sie wird im Getreidelager aufgestellt. Darin wachsen die Lagererzwespen heran, schlüpfen vor Ort und strömen dann kontinuierlich aus – dem ungeliebten Kornkäfer auf der Spur. Mit der Zuchtbox haben Landwirte sechs bis sieben Monate lang Ruhe vor dem Schädling.

„Frisch geschlüpfte Lagererzwespen sind besonders agil und angriffslustig. Damit haben wir die bisherige Schädlingsbekämpfung mit Lagererzwespen weiter optimiert“, erklärt Dr. Steffi Niedermayer, die wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Steidle ist.

Box ist einfach aufgebaut
In der Box selbst befinden sich Schwarzaugenbohnen. „In diesen Bohnen nistet sich die Larve des Bohnenkäfers ein. Auf diesen Larven legen die Lagererzwespen ihre Eier ab und vermehren sich so in der Zuchtbox“, sagt Prof. Dr. Steidle.

Durch ein Sieb im Deckel verlassen die ausgewachsenen Lagererzwespen die Zuchtbox und schwärmen ins Getreidelager aus. Über den Geruchssinn spüren sie die Kornkäferlarven auf und befallen sie. Die Bohnenkäfer hingegen bleiben in der Zuchtbox. Die Maschen des Siebs sind so klein, dass nur die Lagererzwespen, nicht aber die Bohnenkäfer durchpassen.

Marktreife der Hohenheimer Zuchtbox steht bevor
Seit 2014 arbeiten Prof. Dr. Steidle und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Niedermayer gemeinsam mit zwei Partnerfirmen an der Marktreife der Box. Sie ist noch nicht als Produkt erhältlich.

„Bisher ist die Box noch nicht für den Versand mit der Post geeignet“, sagt Prof. Dr. Steidle. „Deswegen testen wir derzeit Dosen, die stabil genug sind und in denen die Insekten den Transport überstehen.“

Außerdem suchen die Wissenschaftler der Universität Hohenheim nach weiteren Methoden zur Früherkennung der Schädlinge. Dies könnten möglicherweise besser geeignete Wespenstämme sein. „Wir versuchen, neue, noch hitzebeständigere Stämme der Lagererzwespen zu finden“ erklärt Dr. Niedermayer. „Sie sollen auch die hohen Temperaturen aushalten können, die im Sommer in einem Getreidelager herrschen können.“

Preisverleihung am 1. Juni in der Sparkasse in Calw
Die Preisverleihung beginnt um 19 Uhr. Die Laudatio für Prof. Dr. Steidle und Dr. Niedermayer wird Prof. Dr. Konrad Dettner von der Universität Bayreuth halten, der selbst Zoologe ist.

Neben den beiden Forschern der Universität Hohenheim bekommen auch die Lofec GmbH, Wildberg, für die Entwicklung einer umweltfreundlichen Flächenheizung und das Landratsamt Enzkreis für sein Projekt „Frühkindliche Umweltbildung zum Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ einen Preis.

Hintergrund: Stiftung Umweltpreis der Sparkasse Pforzheim Calw

Die Stiftung Umweltpreis der Sparkasse Pforzheim Calw verleiht seit 1995 ihren Umweltpreis. Er wird alle zwei Jahre verliehen an Personen, Institutionen und Gruppen für herausragende Leistungen in Forschung, Entwicklung und Innovation, die dem Umweltschutz und der Gesundheitsvorsorge dienen, sowie für die engagierte und erfolgreiche Vermittlung von Wissen, wie sich technische, wissenschaftliche und sozioökonomische Entwicklungen auf die natürlichen Lebensgrundlagen auswirken können.

Kontakt für Medien:
Prof. Dr. Johannes Steidle, Universität Hohenheim, Institut für Zoologie, Fachgebiet Tierökologie
T +49 711 459 23667
Universität Hohenheim
Pressestelle
70593 Stuttgart
Tel.: 0711 459-22003
Fax: 0711 459-23289



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Mittwoch, 17. Mai 2017

Schwarze Oliven müssen schwarz sein – geschwärzte grüne Oliven dürfen nicht als schwarze Oliven beworben werden

Durch das Landgericht Duisburg wurde nun entschieden, dass im Handel vertriebene geschwärzte grüne Oliven nicht als schwarze Oliven beworben werden dürfen.
Dies hatte vor dem Gericht schon eine bekannte Verbraucherschutzorganisation als irreführende Werbung kritisiert. (Az: 2 O 84/14)

Der angeklagte Lebensmittelhändler hat über seine Filialen Gläser mit „spanischen schwarzen Oliven, entsteint“ vertrieben. Diese Werbung für die Oliven stand groß auf dem Etikett der Schauseite der Gläser. In den Gläsern jedoch waren grüne Oliven, die mit Eisen-II-Gluconat schwarz eingefärbt worden waren. Dies war bei einem Teil der Gläser nicht einmal auf der Zutatenliste auf der Rückseite zu erkennen. Aufgeführt war der „Stabilisator: Eisen-II-Gluconat“ als einziger Hinweis auf die Färbung, dies verstehen jedoch wohl nur Experten.

Der Verbraucher kann bei der Produktbezeichnung „schwarze Oliven“ davon ausgehen, dass es sich um natürlich gereifte schwarze Oliven handele, so das Duisburger Landgericht. Gerade im bei Gericht verhandelten Fall gilt dies umso mehr, da die Bezeichnung „schwarze Oliven“ aus Sicht des Verbrauchers keine bloße Farbangabe darstellt, sondern auf die Art des Produktes, auf den Reifegrad, den Geschmack und die Konsistenz der Olive schließen lässt.

Alleine die Angabe des Zusatzstoffes „Eisen-II-Gluconat“ in der Zutatenliste gibt dem Durchschnittsverbraucher nicht die Information, dass die Oliven eingefärbt wurden.
Das Gericht kam zu dem Entschluss, dass die Beklagte gegen § 11 Abs. 1 Nr. 1 LFGB i.V.m. Art. 7 Abs. 1 lit. d) Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) verstoßen hat. Dort steht, dass Lebensmittel nicht irreführend sein dürfen, insbesondere indem durch das Aussehen, die Bezeichnung oder bildliche Darstellungen das Vorhandensein eines bestimmten Lebensmittels oder einer Zutat vorgetäuscht wird, obwohl tatsächlich in dem Lebensmittel von Natur aus vorhandene Bestandteile oder normalerweise in diesem Lebensmittel verwendete Zutaten durch andere Bestandteile oder andere Zutaten ersetzt wurden.

Der Beklagte wurde verurteilt, die Etikettierung zu ändern – für den Fall der Zuwiderhandlung wurde ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 250.000,00 €, ersatzweise Ordnungshaft bis zu sechs Monate (vollstreckbar beim Geschäftsführer) angeordnet.

Die Entscheidung ist rechtskräftig.

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Ohne Milch kein „Latte macchiato“

Kaffeekonzern Jacobs Douwe Egberts lenkt gegenüber Verbraucherzentrale Hamburg ein

Der Kaffeekonzern Jacobs Douwe Egberts (JDE) muss die Kennzeichnung seines Tassimo-Produkts „Jacobs Latte macchiato classico“ ändern. Die Verbraucherzentrale Hamburg war rechtlich gegen den Anbieter vorgegangen, weil dieser Vollmilchkonzentrat durch eine Flüssigkeit aus Milchbestandteilen mit Zusatzstoff ersetzt, das Produkt aber weiterhin als „Latte macchiato classico“ verkauft hat. Ein „Latte macchiato“ ist jedoch ein Getränk aus Espresso-Kaffee und aufgeschäumter Milch.

Die Hamburger Verbraucherschützer hatten JDE wegen der irreführenden Produktbezeichnung zunächst abgemahnt, und als der Konzern keine Unterlassungserklärung abgeben wollte, schließlich Klage beim Landgericht Bremen eingereicht. Nun lenkte Jacobs Douwe Egberts ein und verpflichtete sich gegenüber der Verbraucherzentrale Hamburg, die Verpackung für das Tassimo-Produkt bis Ende Oktober dieses Jahres umzustellen. Zukünftig muss JDE das Kaffeegetränk als „Typ Latte macchiato classico“ bezeichnen.

Jacobs Douwe Egberts verwendet seit einer Rezepturänderung für die sogenannten Milch-Discs beim „Jacobs Latte macchiato classico“ anstelle von echter Milch nur noch deren Einzelteile und setzt das Verdickungsmittel Gummi arabicum (E 414) zu, um Sahne, Milchproteine, Milchmineralien, Zucker und Wasser zusammenzuhalten. „Das ist Mogelmilch! Wo Latte draufsteht, muss auch Milch drin sein. Das Produkt darf deshalb nicht als ,Latte macchiato’ verkauft werden“, meint Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Mit dem Zusatz des Wortes „Typ“ muss JDE nun in Zukunft anzeigen, dass das Kaffeegetränk keine echte Milch enthält, sondern nur wie Latte macchiato schmeckt. „Mehr gibt das europäische Kennzeichnungsrecht leider nicht her“, so Valet. Der Verbraucherschützer hätte sich gewünscht, dass das Wort „Latte“ gänzlich von der Verpackung verschwindet. Verbraucher sollten auf Lebensmittelverpackungen prinzipiell überprüfen, ob Schlüsselwörter wie „Typ“, „Geschmack“ oder „nach Art von“ verwendet werden. Diese zeigen Imitate und Ersatzprodukte an.

Weitere Informationen über den „Jacobs Latte macchiato classico“ und die Kritikpunkte der Verbraucherzentrale Hamburg daran sind veröffentlicht auf der Internetseite www.vzhh.de.

Quelle:  Pressestelle Verbraucherzentrale Hamburg e.V.

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