Mittwoch, 20. Juni 2018

DIN-Vorschrift für den Versand kühlpflichtiger Lebensmittel erneuert - Hygieneschulung

Berlin: Noch in diesem Jahr soll eine neue DIN-Norm eingeführt werden, die den Versand von kühlpflichtiger Ware betrifft. Zukünftig soll es einheitliche Regeln zu Kennzeichnung, Kühlbedarf und Verpackung geben. Die Produkte, welche aus Verbrauchersicht betroffen waren, wurden nun in einer Studie aufgelistet. 
 
Das Deutsche Institut für Normierung (DIN) war bei der laufenden Ausarbeitung einer Norm für den Onlinehandel mit Nahrungsmitteln erfolgreich. Am Dienstag stellte der DIN-Verbraucherrat seine Studie "Lebensmittelonlinehandel mit Frischprodukten" vor. Dabei erklärte Natalie Tang vom DIN-Verbraucherrat, dass der von ihnen  ausgearbeitete Bericht grundlegend aus der Sicht der Konsumenten für die " DIN SPEC 91360  - Temperaturkonzept beim Versand kühlpflichtiger Waren in gemischten Lebensmittelboxen" ist, die spätestens im Herbst erscheinen soll. Gegenstand der Studie sind die bestehenden Herausforderungen, speziell Themen wie Produktqualität, Hygiene, Einhaltung der Kühlkette und Informationsvermittlung. Zusätzlich sind auch einige Empfehlungen für die zukünftige Normierung enthalten.
Inhalt des 56-Seiten-Papieres ist, dass bei der Kennzeichnung unbedingt darauf hingewiesen werden muss, vorsichtig mit dem Paket umzugehen und den Kühlungsbedarf und die Öffnungsseite, damit beim Auspacken nichts verschüttet wird, einzuhalten. Sollte die Bestellung beispielsweise in einem Paketshop oder beim Nachbarn abgegeben worden sein, können Hinweise wie "Achtung, leicht verderbliche Lebensmittel enthalten. Bitte kühl lagern." sehr hilfreich sein. Einige Händler benutzten zwar inzwischen schon Labels wie "Kühlpflichtige Ware", jedoch gibt es noch immer keine übereinstimmende und allgemeingültige Beschriftung.

Laut DIN-Verbraucherrat sollten auch die polymeren Verpackungsmaterialien minimiert werden. Außerdem empfiehlt sich, dass Onlinehändler bei der Entsorgung der Verpackungen auch das als Kühlmittel benutzte Trockeneis genauer betrachten, da dieses zu einem höheren CO2-Ausstoß führt. Aus der Studie ist zu entnehmen, dass den Verbrauchern meistens nicht bewusst ist, dass die Lagerung im Wohnraum sehr gefährlich sein kann.



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Freitag, 25. Mai 2018

Können Handwerksbetriebe in der Bäckerei-Branche das Vorhandensein von Allergen-Spuren pauschal bejahen? - Hygieneschulung

Allergene Spuren vorhanden...?
Es stellte sich die Frage, ob bei handwerklichen Bäckereien der Hinweis: „In unserem Handwerksbetrieb können wir das Vorhandensein von allergenen Spuren laut Lebensmittel-Informations-Verordnung nicht ausschließen“, so erlaubt sei.

Auf ihrer Arbeitstagung beschloss das Fachgremium des ALTS (Arbeitskreis der auf dem Gebiet der Lebensmittelhygiene und der Lebensmittel tierischer Herkunft tätigen Sachverständigen) hierzu folgendes:

TOP 13 Pauschale Allergenkennzeichnung auf vorverpackten Broten und in
Artikel-Informationen


Sachverhalt/Frage
Auf  vorverpackten  Broten  und  in  Produktinformationen  aus  Bäckereien  wird  der  Hinweis  „In unserem  Handwerksbetrieb  können  wir  das  Vorhandensein  von  allergenen  Spuren  laut Lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV) nicht ausschließen“ verwendet. 
Gemäß  TOP  6  der  68.  Arbeitstagung  des  ALTS,  abgestimmt  mit  dem  ALS,  veröffentlicht  in Journal  für  Verbraucherschutz  und  Lebensmittelsicherheit  Band  7,  Heft  12,  Juni  2012,  sind unbestimmte Angaben über das mögliche Vorhandensein von Allergen-Kontaminationen als irreführend  im  Sinne  des  §  11  Abs.  1  LFGB  zu  beurteilen,  z.  B.  „kann  Stoffe  der  Anlage  3 LMKV enthalten“, „kann Spuren von Allergenen enthalten“. 

Frage:
Ist diese Stellungnahme auf einen Hinweis in der oben zitierten Art, der sich jetzt auf die VO (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV) bezieht, übertragbar?

Beschluss
Unbestimmte Angaben über das mögliche Vorhandensein von Allergen-Kontaminationen (z. B. „Kann Spuren von Allergenen enthalten“) sind als irreführend im Sinne von Art. 7 Abs. 1lit. a und Abs. 2 der VO (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV) zu beurteilen. Auf TOP 6 der 68. Arbeitstagung  des  ALTS  (Journal  für  Verbraucherschutz  und  Lebensmittelsicherheit  Band  7,  Heft 12, Juni 2012) wird verwiesen. Der ALS trägt diesen Beschluss mit.


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Montag, 14. Mai 2018

Frankreich: Verbot der "vegetarischen Wurst"

Verbot der "vegetarischen Wurst" Fleisch- und Milchersatzprodukte sollen bald andere Bezeichnungen bekommen.
Vegetarische Wurst?
Fleisch- und Milchersatzprodukte sollen bald andere Bezeichnungen bekommen. Wie soll das erfolgen und mit welchen Konsequenzen ist bei einem Verstoß zu rechnen?

Bei der Namensgebung von Fleischersatzprodukten müssen die Hersteller in Frankreich in Zukunft mehr Kreativität zeigen, denn wie das französische Parlament entschied, dürfen solche Produkte nicht mehr als "Fleisch" bezeichnet werden.
Somit soll Fleischersatz auf pflanzlicher Basis (zum Beispiel aus Soja oder anderen Bestandteilen) nicht mehr die Begriffe "Steak", "Wurst" oder "Speck" tragen. Diese Regelung trifft auch auf Milchersatzprodukte zu. Hält man sich nicht an diese Regelungen, muss man mit einer Geldstrafe bis zu 300 000 Euro rechnen.
Der Gesetzesänderungsvorstoß kam laut französischen Medienberichten von Jean Baptiste Moreau, ein Abgeordneter der Macron-Partei und Rinderzüchter.
In Deutschland wird weiterhin von der Lebensmittelbuchkommission an einem Leitsatz zur Kenntlichmachung von "Veggie-Produkten" gearbeitet.

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Freitag, 9. März 2018

Spinnenbehandlung im Außenbereich von Gebäuden


Wie kann ein Gebäude im Außenbereich vor Spinnenbefall geschützt werden - zugleich aber die Umwelt und Nichtzielorganismen dabei nicht aus den Augen verlieren?
In der Schweiz befasste sich damit intensiv die Firma Ratex AG aus Zürich (www.ratex.ch). Eingesetzt wird unser Produkt Gerinol-EC, welches in der Schweiz eine Zulassung als Repellent gegen Spinnen im Außenbereich besitzt (CHZN3772). Interessantes darüber war nun in einer Zeitschrift für Haus- und Grundstücksbesitzer in der Schweiz lesen. Danke auch an die Firma Ratex AG für die Bereitstellung dieses Berichts und auch im Vorfeld dafür, dass sie sich diesem Thema gewidmet hat.



Mehr darüber im Bericht unter http://www.frowein808.de/uploads/152059116655.84.pdf


Mittwoch, 28. Februar 2018

Tricks der Lebensmittel-Industrie – Ist der Lachs auf unserem Teller „natürlich“ rot?

Lebensmittelschulung: Was sind wichtige Inhaltsstoffe in unserem Essen?
Lachs ist nicht immer "natürlich rot"...
Hygieneschulung-Hygiene-Netzwerk
Wussten Sie schon – der meiste Lachs auf unseren Tellern ist nicht „natürlich“ rot.
Echte Wildlachse nehmen durch das Fressen von Algen den natürlichen Farbstoff Astaxanthin auf, der mit den Carotinoiden verwandt ist. Ohne die Aufnahme dieses natürlichen Farbstoffes hätte das Fleisch nicht die Farbe: leuchtend Rosa-Orange.
Da wir in der Regel aber keine Wild-Lachse sondern Zuchtlachse auf unseren Teller bekommen, diese Zuchtlachse aber ebenfalls appetitlich aussehen, wird ihrem Futter Astaxanthin beigemengt.
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Dienstag, 27. Februar 2018

Meersalz „Fleur de Sel“ – Genussmittel oder Krankmacher? - Hygieneschulung

Hygieneschulung & Personalschulung: Plastik in „Fleur de Sel“
Plastik in „Fleur de Sel“

Neueste Untersuchungen zeigen - mehr Plastik in „Fleur de Sel“ als in klassischem Meersalz!

Fleur de Sel wird bei den meisten Verbrauchern als sehr lecker und wertvoll angesehen. Wo herkömmliches Meersalz vom Boden eines Salzbeckens gewonnen wird, entsteht Fleur de Sel hingegen an der Wasseroberfläche als hauchdünne Salzschicht, wo es dann in den meisten Fällen manuell mit einer Holzschaufel abgeschöpft werden kann.
Allerdings ist gerade in Fleur de Sel oft Mikroplastik enthalten. Bei einer entnommenen Probe konnte man sogar eine Faser aus Kunststoff mit dem bloßen Auge erkennen. Als einige weitere Proben von "Fleur de Sel" untersucht wurden, stellte man einen Mikroplastikgehalt  zwischen ca. 130 und 1800 Mikrogramm pro Kilogramm fest. Dabei handelte es sich vor allem um die Kunststoffarten Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyethylenterephthalat (PET), die man häufig im Verpackungsmüll findet und vor allem im Meerwasser nachgewiesen werden. In dem teureren Fleur de Sel war in der Stichprobe deutlich mehr Mikroplastik enthalten als in dem klassischen günstigeren Meersalz.

Unterschiede bei der Salzgewinnung

Warum die Gehalte an Plastik in klassischem Meersalz und "Fleur de Sel" so unterschiedlich sind, liegt laut Wissenschaftlern bei der Salzgewinnung. Es gibt weder in Deutschland noch in Europa einen gesetzlichen Grenzwert für Mikroplastik im Meersalz. Zwar sind die bisher gefundenen Mengen für den Menschen nicht bedenklich, aber Experten warnen trotzdem vor langfristigen Folgen. Momentan wird davon ausgegangen, dass Mikroplastik als eine Art Vehikel fungiert, das den Transport von Schadstoffen in den Körper begünstigt. Das heißt, Mikroplastik ist in der Lage, organische Substanzen wie DDT, Dioxin und auch Schwermetalle anzureichern und dessen Freisetzung im Körper zu beschleunigen.
Mikroplastik verschmutzt die Meere
Dass Mikroplastik in Lebensmittel gelangen kann, geschieht laut Wissenschaftlern durch die Verschmutzung der Meere. Jahrzehntelange unachtsame Entsorgung des Mülls führt langfristig zu Plastik im Salz. Somit schließt sich der Kreis: Der Plastikmüll liegt nun eingepackt in einem hochwertigen Produkt wieder auf dem Teller.
Knapp sechs Millionen Tonnen Plastikmüll landen laut Umweltbundesamt jährlich im Meer. Umweltorganisationen wie World Wide Fund For Nature (WWF) gehen sogar von sieben Millionen und andere Organisationen von acht Millionen Tonnen aus.

Laut Herstellern geringe Mengen Mikroplastik unbedenklich

Die meisten Hersteller sind sich des Problems bewusst, weisen aber auf eigene Qualitätskontrollen hin oder unterschätzen die nachgewiesenen Mengen Mikroplastik und halten sie für unbedenklich. Nimmt man nur eine geringe Menge des Salzes auf - etwa einige Gramm pro Tag - so seien die gefundenen Mengen an Mikroplastik nicht gesundheitsschädigend.







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Montag, 26. Februar 2018

Raw Water – Teurer Trinkgenuss in Kalifornien – Esoterik Trend mit etwaigen Gesundheitsfolgen? - Hygieneschulung-Hygiene-Netzwerk

Hygieneschulung & Personalschulung: Raw Water: Teurer Trink-Trend mit Folgen

Raw Water: Teurer Trink-Trend mit Folgen

Raw Water: Teurer Trink-Trend mit Folgen

„Raw Water" wird in den USA für gutes Geld verkauft.
Ein neuer Esoterik-Trend findet sich in den USA ein: "Raw Water" ist zwar umstritten, aber das Geschäft boomt.
Bei "Raw Water" soll es sich um reinstes Quellwasser handeln, das weder gefiltert noch behandelt wurde und sogar ein Verfallsdatum besitzt. Sobald man es nicht dunkel und gekühlt lagert, verfärbt es sich grün, was laut Anhängern für die Frische des Wassers steht. Pro Liter "Raw Water" bezahlt man in Kalifornien fast 13 Euro. In San Franciscos Supermärkten ist es dazu oft schon vergriffen. Diverse namenhafte Pressemedien berichten, dass dieses besondere Wasser, das von einflussreichen Unterstützern aus dem Silicon Valley promotet wird, in sehr kurzer Zeit bereits zum Trendprodukt aufgestiegen ist.

Zweifelhafte Heilwirkungen

Das Wunderwasser soll laut Hersteller die Hirnfunktion verbessern, schöner machen, Faltern aufpolstern, Haaren Glanz verleihen, Nägel härter machen und dazu noch gut für die Gelenke sein. Dementsprechend ist die Zielgruppe beim Umfang der Versprechen sehr groß.
Aber woher kommen eigentlich diese Heileffekte? Dadurch das Wasser keinen chemischen Prozessen ausgesetzt wird, soll es probiotische Bakterien enthalten, welche sich positiv auf die Darmflora auswirken. Für die Wunderwirkungen sorgen dann die Mikroorganismen, die das Wasser über den Boden aufnimmt. Wissenschaftlich erforscht ist dies jedoch nicht.

Experten warnen

Da es sich bei "Raw Water" um unbehandeltes und ungefiltertes Wasser handelt, welches beispielsweise in Quellen, Flüssen oder Brunnen vorkommt, kann es gefährliche Pestizide, Bakterien und Tierkotrückstände enthalten, welche den Menschen durchaus belasten und krank machen können. Bakterien wie Escherichia coli, Cholera-Bakterien oder Dünndarm-Parasiten wie Giardien können dabei im Wasser enthalten sein. Dies kann folglich zu Auswirkungen wie Durchfall über Dehydration bis hin zu Organversagen führen. Experten warnen daher ausdrücklich vor dem Verzehr des Wassers, da fast alles, was krank machen kann, darin enthalten ist.
Live Water, die Firma, die "Raw Water" vermarktet, liefert jenes an die kalifornischen Händler. Auf der Webseite äußerte man sich zu den medialen Berichterstattungen so, dass die Opal-Quelle, aus der das Wasser kommt, umfangreich getestet wurde und keine gefährlichen Verunreinigungen festgestellt wurden. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass das Wasser nicht von entsprechenden Behörden getestet wurde und demzufolge nicht als unbedenklich angesehen werden kann.
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