Freitag, 29. September 2017

Schmutzfangmatten – welche sind effektiv?

Waschbare Schmutzfangmatten sorgen durch Aufbau und Material effektive für Hygiene.
Waschbare Schmutzfangmatten sorgen 
durch Aufbau und Material effektive für Hygiene. 
Textile Mietdienstleister wie die DBL übernehmen 
dabei die fachgerechte Pflege 
inklusive Hol-und Bringdienst.
Der Herbst steht vor der Tür – und damit wieder Matschwetter. Wer jetzt seinen Betrieb und sein Geschäft sauber halten möchte, setzt praktische Schmutzfangmatten ein. Dabei lohnt sich ein Blick auf Material und Qualität.

Die Auswahl ist groß. Da gibt’s günstige aus dem Baumarkt. Und hochwertige aus dem Fachhandel. Ein breites Sortiment bieten auch textile Mietdienstleister – wobei letztere waschbare Matten inklusive Service anbietet. Fakt ist: auch bei Schmutzfangmatten gibt es deutliche Qualitätsunterschiede – vor allem beim Material. Hier einige Tipps und Kriterien für Qualität.

Für alle, die auf maximale Sauberkeit setzen, sind waschbare Matten besonders effektiv – für fasertiefe Sauberkeit sollten diese allerdings Temperaturen bis 60 Grad aushalten. Denn damit bieten sie dauerhaft deutlich mehr Hygiene, riechen nicht und sind auf Grund ihrer langen Lebensdauer nachhaltiger als Wegwerf¬produkte. Solch hochwertige Matten bestehen meist aus Baumwolle oder stabilem High-Twist-Nylon (HTN). Damit bietet die Funktionsmatte effektvolle Abwehr gegen Nässe und Schmutz.

Blick hinein – Aufbau einer Matte

Grundsätzlich bestehen solch waschbare Matten aus zwei Komponenten. Dem Flor, also dem textilen Oberbau, sowie dem robusten Unterbau aus Gummi. Vorteil: Die Fasern lassen sich zunächst (fast) wie eine Oberfläche aus Papier bedrucken. Erst danach werden beide Teile in einem separaten Prozess unter hohem Druck und Temperaturen miteinander fest verschmolzen, Experten sprechen hier auch von der „Vermählung“.

Neben Baumwolle –  heute in der Gesamtproduktion eher rückläufig – kommt als Flor vor allem High-Twist-Nylon zum Einsatz. Vorteile? Deutlich stärkerer Schmutzabrieb und eine höhere Stabilität der Faser. Dadurch steigt die Speicherfähigkeit von Schmutz und Feuchtigkeit. Solche Matten bieten zudem Farbvielfalt und individuelle Möglichkeiten bei Logo und Design.

Wie sind sie gemacht? Der Flor wird entweder aus ungefärbten (weißen) Fasern geknüpft und dann bedruckt, oder aus bereits durchfärbtem Material (solution-dyed Nylon) getuftet. Bei diesem Verfahren – vorwiegend bei Standardmatten im Einsatz – erhalten die einzelnen Nylonfäden bereits vor dem Ausspinnen ihre Färbung. Ein besonders verschleißfestes Verfahren.

Das zweite „Bauteil“ ist das spezielle Nitrilgummi – dieses lässt sich anders als die Alternative aus PVC immer wieder waschen. Das sorgt nicht nur für die gewünschte Flexibilität, sondern auch für die notwendige Stabilität. Abgestimmt auf die Größe der Matte machen der (ggf. genoppte) Gummirücken sowie die verstärkten Kanten das Produkt rutschsicher, lassen es flach am Boden liegen - ohne störendes Umschlagen der Kanten.

Noch ein Tipp aus der Praxis: Zu klein sollte die Matte nicht sein. Denn nur wenn die Fläche der Schmutzfangmatte korrekt gewählt wurde, funktioniert das automatische Reinigungssystem optimal. Mindestens drei Schritte, besser noch fünf – so die Faustregel – muss der Besucher auf der Matte machen, damit Schmutz und Feuchtigkeit gelöst und aufgenommen werden.

Bleibt noch das Thema Austausch und Wäsche der Matten. Hier sorgt industrielle Wäsche für maximale Hygiene. Zumal gerade auch größere Matten nicht in die heimische Waschmaschine passen – und darin auch nichts verloren haben. Textile Mietdienstleister wie die DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH bieten einen entsprechenden Service. Sie beraten nicht nur zur passenden Standard- oder auch Logomatte, sondern holen die Schmutzfangmatten im Mietservice auch in regelmäßigen Intervallen ab – und pflegen sie dann fachgerecht in dafür konzipierten Waschmaschinen. All das zusammen bringt den bestmöglichen Effekt.

Ihr Ansprechpartner für Schmutzfangmatten & Mietberufskleidung:
DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH >>>

Infos zu waschbaren Matten
•    Hochwertige Schmutzfangmatten haben einen Rücken aus NBR Nitril Butan Rubber und einen Flor aus HTN High-Twist-Nylon
•    Daneben gibt es noch Matten mit einem Baumwoll-Flor und in neuester Zeit Flor mit zum Teil recycelten Garn aus PET-Flaschen oder Fischnetzen
•    Baumwollmatten finden ihre Berechtigung in Betrieben in denen mit sehr viel Öl gearbeitet wird
•    Sicherheit geht vor. So sollten in öffentlichen Gebäuden unbedingt Schmutzfangmatten mit entsprechender Brandschutznorm ausliegen. Ein Kriterium, das waschbare Schmutzfangmatten mit Gummirücken im Gegensatz zu Kaufmatten mit PVC-Beschichtung leisten können

Desinfektionsmatten für besonders hygienisch anspruchsvolle Bereiche finden Sie übrigens hier >>>

Dienstag, 19. September 2017

Hygieneschulung – Urteil zum Thema „aufgetaute“ Lebensmittel

So können Sie sicher und professionell Ihre Lebensmittel kennzeichnen. Wasserlösliche Etiketten & Label helfen Ihnen dabei.
Wasserlösliches Etikett zur Lebensmittelkennzeichnung
Das Oberverwaltungsgericht Hamburg hat nunmehr entschieden, dass bei einem Lebensmittel, welches vor der Abgabe an den Verbraucher eingefroren und danach wieder aufgetaut wurde, ein einmaliger Hinweis auf der Verpackung genügen würde. Die Hamburger Kontrollbehörde hatte einem Hersteller für Fischerzeugnisse vorgegeben, dass alleine eine Kennzeichnung zum Thema „aufgetaut“ auf der Rückseite der Verpackung nicht ausreichend zur Information der Verbraucher sei.
Die Behörde wolle vom Hersteller erreichen, dass in Verbindung mit der Bezeichnung des Lebensmittels der Hinweis „aufgetaut“ erscheine. Dies wurde jedoch von den Richtern verneint.
Ein einziger Hinweis auf der Verpackung, so etwa auch auf der Rückseite, sei nach ihrer Meinung ausreichend zur Information der Verbraucher.
Die EU-lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV) schreibe nicht vor, wo der Hinweis „aufgetaut“ anzubringen ist.
OVG Hamburg, Az.: 5 Bs 61/17
Übrigens finden Sie hier passende Etiketten und Label zur Kennzeichnung von Lebensmitteln - besonders interessant ist dabei, dass diese Etiketten wasserlöslich sind. Eine ausführliche Erklärung und einen Produktfilm finden Sie hier >>>
Weitere Informationen zu Hygieneschulungen bspw. Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz (altes Gesundheitszeugnis) oder Hygiene-Schulung gemäß VO (EG) 852/2004 finden Sie hier >>>

Samstag, 16. September 2017

Hygieneampel soll abgeschafft werden – das Nachfolgemodell steht fest:

Die neue Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat nun endlich das Entfesselungspaket I beschlossen - insgesamt sollen 13 Gesetze von den Neuerungen betroffen sein und sollen nun unter dem Stichwort „Entbürokratisierung“ verändert werden. 

Was verändert sich für die Lebensmittelbranche / Gastronomie?

In Zukunft soll es mehr verkaufsoffene Sonntage geben. Anstatt wie bisher an 4 Sonntagen soll künftig an 8 Sonntagen geöffnet sein, evtl. sogar an 16 Sonntagen.
Was verändert sich an den Ladenöffnungszeiten?
Es ist geplant, dass es Samstags keine zeitliche Begrenzung für Einzelhandel und Supermärkte mehr gibt. Somit könnten diese dann bis Mitternacht geöffnet haben. Bisher mussten die Betriebe spätestens um 22 Uhr schließen.

Was steckt sonst noch hinter dem Entfesselungspaket I? 

Die von der Vorgängerregierung eingeführte Hygieneampel >>> will der neue Landtag nun wieder komplett abschaffen. Ein neues Gesetz soll das Kontrollergebnis-Transparenz-Gesetz (KTG) aufheben – nun ist geplant, dass vorbildliche Betriebe ausgezeichnet werden sollen.
Das Landeskabinett Nordrhein-Westfalens entschied nun die Abschaffung der Hygieneampel.
Das neue „Gesetz zum Abbau unnötiger und belastender Vorschriften im Land Nordrhein-Westfalen“ soll die Gewerbetreibenden entlasten.
Nach dem "Gesetz zur Bewertung, Darstellung und Schaffung von Transparenz von Ergebnissen amtlicher Kontrollen in der Lebensmittelüberwachung“ (KTG) - die sogenannte Hygieneampel - wären alle Lebensmittelbetriebe ab 2020 verpflichtet gewesen, die Kontroll-Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelüberwachung in Form des Kontrollbarometers im Eingangsbereich bzw. auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen.
Laut der neuen Landesregierung ist die Regelung unübersichtlich, kompliziert und der Zweck - beim Verbraucher für mehr Transparenz zu sorgen - wird nicht erreicht.
Die neue Landesregierung setzt deshalb auf eine Positivdarstellung.

Was bedeutet die neue Positiv-Darstellung?

Betriebe sollten ausgezeichnet werden, wenn sie alle Standards erfüllen oder darüber hinausgehen. Dies soll positive Anreize für die Betriebe setzen, die höchsten Standards zu erfüllen. Die Landesregierung wird alle Beteiligten einladen, um dieses neue Modell zu entwickeln.

Fazit zur Hygieneampel und den kommenden Neuerungen:

Es bleibt nun abzuwarten, was genau in die neue Regelung oder in ein evtl. neues Gesetz hineingepackt wird. Auf jeden Fall wird sich auch weiterhin eine gute Hygiene und speziell auch eine externe Betriebsbetreuung auszahlen – um zukünftig dann eine gute Positiv-Darstellung zu erhalten.
Gerne stehen wir Ihnen hierzu als kompetenter Partner zur Seite.
Weitere Infos finden Sie hier: www.hygiene-netzwerk.de
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Mittwoch, 23. August 2017

LMIV-AV in Kraft getreten

Am 13.07.2017 ist die Verordnung zur Anpassung nationaler Rechtsvorschriften an die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 in Bezug auf die Information der Verbraucher über Lebensmittel (LMIV-AV) in Kraft getreten.
Die neue Verordnung löst die Vorläufige Lebensmittel-Informations-Ergänzungsverordnung (VorlLMIEV) ab. Die bisherige Lebensmittelkennzeichnungsverordnung (LMKV) und die Nährwert-Kennzeichnungs-Verordnung (NKV) werden hiermit außer Kraft gesetzt.
Die in der LMIV-AV enthaltene Lebensmittel-Informations-Durchführungs-Verordnung enthält Vorgaben zur Art und Weise der Allergeninformationen bei loser Ware.
Außerdem schreibt sie vor, die allgemeine Pflichtkennzeichnung in deutscher Sprache vorzunehmen sowie bei vorverpacktem Bier das Zutatenverzeichnis anzugeben.
Hier finden Sie alle wichtigen Hilfsmittel zur Allergenkennzeichnung in Ihrem Betrieb:
Allergenfibel >>>
Allergensymbolik >>>
Praxis-Leitfaden zur Allergenkennzeichnung >>>
Wasserlösliche Etiketten zur Lebensmittelkennzeichnung >>>
Sie haben Fragen? Gerne können Sie uns dazu kontaktieren: 02271-7921322

Tipp für die Praxis: Sie sind auf der Suche nach Filme zum Thema Hygiene & HACCP?
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Besuchen Sie das Videoportal www.haccp.tv - dort werden Ihnen entsprechende Erklärfilme zu den wichtigen Themen angeboten.




Dienstag, 22. August 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts (VG) Bremen vom 16.05.2017 zur Sprache der Pflichtkennzeichnung von Lebensmitteln

Auch Lebensmittel, welche im Ausland erzeugt und verpackt wurden, jedoch dann in der Bundesrepublik Deutschland angeboten werden, müssen auch dann eine Pflichtkennzeichnung in deutscher Sprache tragen, wenn sie nur in Spezialitäten-geschäften mit überwiegend / ausschließlich fremdsprachigem Kundenstamm angeboten werden. 
Dies geht aus dem aktuellen Urteil des Verwaltungsgerichts (VG) Bremen vom 16. Mai 2017 hervor.
Die Lebensmittelüberwachung Bremen hatte wiederholt die Kennzeichnung von Lebensmitteln überwiegend polnischer Herkunft beanstandet, welche in zwei Spezialitäten-Geschäften in Bremen angeboten wurden.
Die aus Polen importierten Produkte waren am Herstellungsort in Polen mit einer Lebensmittelkennzeichnung in polnischer Sprache gekennzeichnet worden.
Die Lebensmittel-Überwachung Bremen beanstandete das Fehlen der Pflichtkennzeichnung in deutscher Sprache. Diese Beanstandung sei zu Recht erfolgt, wie die Richter des VG Bremen nun im Urteil entschieden.
Das Inverkehrbringen von Lebensmitteln mit einer ausschließlich in polnischer Sprache vorgenommenen Kennzeichnung stellt einen Verstoß gegen Art. 15 Abs.1 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (Lebensmittel-Informations-Verordnung - LMIV) dar.
Diese Vorschrift verpflichtet den Inverkehrbringer dazu, seine Waren mit einer Kennzeichnung auszustatten, die in dem Mitgliedstaat in dem das Lebensmittel vertrieben wird auch leicht verständlich sei. Eben dies sei aber bei einer ausschließlich polnischen Kennzeichnung beim Vertrieb der Lebensmittel in Deutschland nicht der Fall.
Als „leicht verständlich“ gelte weder die Amtssprache eines beliebigen Mitgliedstaates, noch die Sprache eines bestimmten Gebietes.
Die Richter entschieden, dass die Mehrheit der Verbraucher in der Lage sein müsse, die Sprache ohne fremde Hilfe zu verstehen.
Selbst in einem polnischen Spezialitätengeschäft kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Kundenkreis komplett der polnischen Sprache mächtig ist.
Generell kann auch nicht davon ausgegangen werden, dass die Kunden bereit und in der Lage sind, fehlende Vokabeln zum Verständnis der Lebensmittelkennzeichnung in einem Wörterbuch nachzuschlagen.
Klares Ziel des Lebensmittelrechts ist es, eine leichte Verständlichkeit für alle in Betracht kommende Verbraucher zu gewährleisten.
Aus diesem Grund könne auch in einem Spezialitätengeschäft keine Ausnahme gelten.
Quelle: VG Bremen, Urt. v. 16.05.2017, Az. 5 K 1460/16.

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Dort finden Sie die wichtigen Themen anhand kurzer Erklärfilme verständlich und praxisnah erklärt.
Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns unter www.hygiene-netzwerk.de 

Montag, 21. August 2017

Die Hygieneampel muss bundesweit her!

Die Hygieneampel bietet viele Chancen für gute Gastronomen und Lebensmittelhersteller
Mehr Transparenz für dem Verbraucher durch die Hygieneampel

Es gibt sicherlich Gründe, die gegen die Hygieneampel sprechen – der DeHoGa (Hotel- und Gaststättenverband) wird auch nicht müde, gegen diesen angeblichen „Internet-Pranger“ Stimmung zu machen.
Sicherlich gibt es aber auch sehr gute Gründe für die Hygieneampel. So kam es jetzt erst wieder in einem Schorndorfer Asia-Restaurant zu massiv ekelerregenden Zuständen.


Siehe hierzu den Bericht Zeitungsverlags Waiblingen vom 02.08.2017 >>>

Bei der Lektüre der Urteilsbegründung vergeht einem schnell der Appetit. Wenn der Gastwirt dem von der Staatsanwaltschaft gegen ihn erlassenen Strafbefehl in Höhe von 7500 Euro nicht widersprochen hätte, wären die ekelerregenden Zustände nie an die Öffentlichkeit gelangt und Kunden hätten weiterhin unbekümmert und mit Genuss dort gegessen.
Nun liegen die Fakten auf dem Tisch, die regionalen Zeitungen hatten darüber berichtet und die Kunden meiden das Asia-Restaurant.

Wenn all die ordentlichen und hygienisch arbeitenden Gastwirte sich im eigenen Interesse für die Hygieneampel einsetzen würden, könnten sie stolz eine grüne Hygieneampel an ihrer Eingangstür aushängen und damit ihrer Kundschaft signalisieren: In unserem Betrieb und in unserer Küche herrscht Ordnung!

Aber stattdessen gehen wir nun mit gemischten Gefühlen zum „Asiaten“ unser es Vertrauens und fragen uns, in welcher asiatischen Gaststätte noch so ekelerregende Zustände herrschen. Oder wir machen einen weiten Bogen um alle Restaurants, die nach Zitronengras und Soja riechen.

Unsere klare Forderung lautet aus diesem Grund:
All die ordentlich arbeitenden Gastronomen, Hotellies, Bäcker, Konditoren, Metzger und Lebensmittelhändler sollten sich endlich für mehr Transparenz im Bereich der Veröffentlichung von Kontrollergebnissen der Lebensmittelüberwachung einsetzen.
Weitere Infos zur Hygieneampel finden Sie hier >>>

Hier finden Sie ein kostenloses E-Book zum Thema HACCP, Hygiene und Hygieneampel: http://hygieneampel.hygiene-netzwerk.de/

Freitag, 18. August 2017

Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur Kennzeichnung von Portionspackungen

Der Europäische Gerichtshof hat mit seinem Urteil vom 22.09.2016 entschieden, dass es sich bei Honig-Portionspackungen um vorverpackte Lebensmittel im Sinne der Lebensmittel-Informations-Verordnung handelt. Dieses Urteil hat zur Folge, dass auch Portionspackungen den Deklarationsvorgaben für vorverpackte Lebensmittel unterliegen. Auch wenn die Portionspackungen in Sammelpackungen an die Gemeinschaftsverpflegung (wie z. B. Hotels, Gaststätten oder Restaurants) abgegeben werden und die Gemeinschaftsverpflegung diese nicht einzeln weiterverkauft, sondern als Teil einer Mahlzeit abgibt (z. B. beim Frühstück mit abgepackter Konfitüren-Portion).  
Die Portionspackungen müssen aber nicht sämtliche Pflichtinformationen enthalten. In Artikel 16 Abs. 3 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (Lebensmittelinformationsverordnung – LMIV >>>) wird für Verpackungen, deren größte Oberfläche weniger als 10 qcm beträgt, die Ausnahme geregelt, dass für diese nicht sämtliche Pflichtinformationen gemäß der Lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV) gelten. Es müssen auf diesen „kleinen“ Verpackungseinheiten lediglich die Bezeichnung des Lebensmittels, die Allergeninformation, die Nettofüllmenge und das Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben werden. Das Zutatenverzeichnis kann auf eine andere Weise bzw. dem Verbraucher auf Wunsch zur Verfügung gestellt werden. Das Urteil sagt ferner, dass die Regelungen des Art. 16 Abs. 3 Lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV) nur für die Pflichtinformationen nach Lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV) gelten, so dass die Angaben, die aufgrund anderer Vorgaben verpflichtend sind, auch bei Kleinverpackungen obligatorisch sein können (so zum Beispiel die Angabe des Ursprungslandes bei Honig).
Dieses Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) ist wegen seiner Tragweite für Hersteller von Kleinverpackungen besonders relevant.
In einer früheren Anfrage hatte die Europäischen Kommission die Meinung vertreten, es handele sich nicht um eine Verkaufseinheit, wenn Portionsbecher (z. B. Marmelade, Honig, Senf) Kunden von Anbietern der Gemeinschaftsverpflegung als Teil einer Mahlzeit angeboten werden. Die Angaben auf der Sammelpackung seien hier ausreichend.

Das Urteil des EuGH kann unter folgendem Link abgerufen werden:
http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=183706&pageIndex=0&doclang=DE&mode=lst&dir=&occ=first&part=1&cid=200684

Zum Thema Kennzeichnung finden Sie hier übrigens eine Vielzahl von wasserlöslichen Etiketten, die für die Kennzeichnung von Lebensmitteln und Verpackungen oder Equipment genutzt werden können >>>