Dienstag, 5. Dezember 2017

Hygieneschulung-Hygiene-Netzwerk: Die „Fritten-Polizei“ kontrolliert in Zukunft Pommes auf ihren Acrylamid-Gehalt – Teil 2

Zum Thema Acrylamid macht die EU-Kommission in Brüssel in einer 8-seitigen Verordnung mit 26 Seiten Anhang gewerblichen Nahrungsmittelherstellern genaue Vorgaben für die Verarbeitung, von Kartoffel und Mehl zur Herstellung von Pommes, Keksen, Brot, etc.
Es gibt kleine Stellschrauben, um die Entstehung von Acrylamid zu drosseln: insbesondere der Einsatz von weniger Zucker im Rohprodukt, möglichst wenig Erhitzung und möglichst geringe Bräunung.

Acrylamid - die Vorschriften im Einzelnen

Die EU-Kommission fordert zum Thema Acrylamid unter anderem,
•    Kartoffelsorten mit wenig Stärke zu verarbeiten,
•    durch einweichen oder blanchieren die Stärke vor dem Frittieren auswaschen,
•    mit möglichst niedrigen Temperaturen zu garen und
•    Pommes oder Brot nur so stark zu bräunen wie nötig.

Verbraucher sollen bei Produkten zum Selberbacken eine genaue Anleitung bekommen, um so auch zu Hause Risiken zu vermeiden.
Hierbei sollen Bräunungstabellen sollen einen Maßstab bieten.

Acrylamid – was muss ich nun als gewerblicher Hersteller ab 2018 tun:

Es folgt nun eine 3-monatige Einspruchsfrist, bevor die EU-Kommission die Vorlage endgültig annimmt. Derzeit ist von einem Inkrafttreten im Frühjahr 2018 auszugehen.

Acrylamid – warum dieses ganze Prozedere?

Pommes, Kekse, Knäckebrot – all diese Lebensmittel enthalten Acrylamid und dieses kann der Gesundheit schaden
Bei der Produktion von Kunststoffen oder zur Aufbereitung von Trinkwasser kommt In der chemischen Industrie kommt Acrylamid seit Jahrzehnten in der chemischen Industrie seit Jahrzehnten zum Einsatz. Wissenschaftler fanden 2002 heraus, dass der krebserregende Stoff auch in Lebensmitteln vorkommen kann - wenn diese viel Stärke und Zucker, dafür aber wenig Wasser enthalten und auf mehr als 120 Grad erhitzt werden.
Acrylamid – das Frittieren, Backen und Braten von Kartoffel- und Getreideprodukten bieten geradezu ideale Bedingungen: Je stärker Pommes, Bratkartoffeln und Chips gebräunt werden, desto mehr Acrylamid entsteht dabei. Acrylamid steckt oftmals auch in Cornflakes, Toast- und Knäckebrot, Zwieback, Kaffeepulver, Lebkuchen, Keksen sowie in der Panade von Fischstäbchen.

Acrylamid - das Problem:

In hoher Dosis kann Acrylamid Nerven und Erbgut schädigen. Experten warnen schon seit Jahren zudem vor einer möglichen Krebsgefahr. Wegen ihres geringeren Körpergewichts gelten Kinder als besonders gefährdet.
Hier finden Sie den Text und den Anhang der EU-Verordnung >>>

Hier finden Sie den Bericht Teil 1 zum Thema "Pommes-Polizei" >>>


Den 1. Teil zum Thema Acrylamid & "Pommes-Polizei" können Sie hier lesen >>>

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