Freitag, 9. März 2018

Spinnenbehandlung im Außenbereich von Gebäuden


Wie kann ein Gebäude im Außenbereich vor Spinnenbefall geschützt werden - zugleich aber die Umwelt und Nichtzielorganismen dabei nicht aus den Augen verlieren?
In der Schweiz befasste sich damit intensiv die Firma Ratex AG aus Zürich (www.ratex.ch). Eingesetzt wird unser Produkt Gerinol-EC, welches in der Schweiz eine Zulassung als Repellent gegen Spinnen im Außenbereich besitzt (CHZN3772). Interessantes darüber war nun in einer Zeitschrift für Haus- und Grundstücksbesitzer in der Schweiz lesen. Danke auch an die Firma Ratex AG für die Bereitstellung dieses Berichts und auch im Vorfeld dafür, dass sie sich diesem Thema gewidmet hat.



Mehr darüber im Bericht unter http://www.frowein808.de/uploads/152059116655.84.pdf


Mittwoch, 28. Februar 2018

Tricks der Lebensmittel-Industrie – Ist der Lachs auf unserem Teller „natürlich“ rot?

Lebensmittelschulung: Was sind wichtige Inhaltsstoffe in unserem Essen?
Lachs ist nicht immer "natürlich rot"...
Hygieneschulung-Hygiene-Netzwerk
Wussten Sie schon – der meiste Lachs auf unseren Tellern ist nicht „natürlich“ rot.
Echte Wildlachse nehmen durch das Fressen von Algen den natürlichen Farbstoff Astaxanthin auf, der mit den Carotinoiden verwandt ist. Ohne die Aufnahme dieses natürlichen Farbstoffes hätte das Fleisch nicht die Farbe: leuchtend Rosa-Orange.
Da wir in der Regel aber keine Wild-Lachse sondern Zuchtlachse auf unseren Teller bekommen, diese Zuchtlachse aber ebenfalls appetitlich aussehen, wird ihrem Futter Astaxanthin beigemengt.
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Dienstag, 27. Februar 2018

Meersalz „Fleur de Sel“ – Genussmittel oder Krankmacher? - Hygieneschulung

Hygieneschulung & Personalschulung: Plastik in „Fleur de Sel“
Plastik in „Fleur de Sel“

Neueste Untersuchungen zeigen - mehr Plastik in „Fleur de Sel“ als in klassischem Meersalz!

Fleur de Sel wird bei den meisten Verbrauchern als sehr lecker und wertvoll angesehen. Wo herkömmliches Meersalz vom Boden eines Salzbeckens gewonnen wird, entsteht Fleur de Sel hingegen an der Wasseroberfläche als hauchdünne Salzschicht, wo es dann in den meisten Fällen manuell mit einer Holzschaufel abgeschöpft werden kann.
Allerdings ist gerade in Fleur de Sel oft Mikroplastik enthalten. Bei einer entnommenen Probe konnte man sogar eine Faser aus Kunststoff mit dem bloßen Auge erkennen. Als einige weitere Proben von "Fleur de Sel" untersucht wurden, stellte man einen Mikroplastikgehalt  zwischen ca. 130 und 1800 Mikrogramm pro Kilogramm fest. Dabei handelte es sich vor allem um die Kunststoffarten Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyethylenterephthalat (PET), die man häufig im Verpackungsmüll findet und vor allem im Meerwasser nachgewiesen werden. In dem teureren Fleur de Sel war in der Stichprobe deutlich mehr Mikroplastik enthalten als in dem klassischen günstigeren Meersalz.

Unterschiede bei der Salzgewinnung

Warum die Gehalte an Plastik in klassischem Meersalz und "Fleur de Sel" so unterschiedlich sind, liegt laut Wissenschaftlern bei der Salzgewinnung. Es gibt weder in Deutschland noch in Europa einen gesetzlichen Grenzwert für Mikroplastik im Meersalz. Zwar sind die bisher gefundenen Mengen für den Menschen nicht bedenklich, aber Experten warnen trotzdem vor langfristigen Folgen. Momentan wird davon ausgegangen, dass Mikroplastik als eine Art Vehikel fungiert, das den Transport von Schadstoffen in den Körper begünstigt. Das heißt, Mikroplastik ist in der Lage, organische Substanzen wie DDT, Dioxin und auch Schwermetalle anzureichern und dessen Freisetzung im Körper zu beschleunigen.
Mikroplastik verschmutzt die Meere
Dass Mikroplastik in Lebensmittel gelangen kann, geschieht laut Wissenschaftlern durch die Verschmutzung der Meere. Jahrzehntelange unachtsame Entsorgung des Mülls führt langfristig zu Plastik im Salz. Somit schließt sich der Kreis: Der Plastikmüll liegt nun eingepackt in einem hochwertigen Produkt wieder auf dem Teller.
Knapp sechs Millionen Tonnen Plastikmüll landen laut Umweltbundesamt jährlich im Meer. Umweltorganisationen wie World Wide Fund For Nature (WWF) gehen sogar von sieben Millionen und andere Organisationen von acht Millionen Tonnen aus.

Laut Herstellern geringe Mengen Mikroplastik unbedenklich

Die meisten Hersteller sind sich des Problems bewusst, weisen aber auf eigene Qualitätskontrollen hin oder unterschätzen die nachgewiesenen Mengen Mikroplastik und halten sie für unbedenklich. Nimmt man nur eine geringe Menge des Salzes auf - etwa einige Gramm pro Tag - so seien die gefundenen Mengen an Mikroplastik nicht gesundheitsschädigend.







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Montag, 26. Februar 2018

Raw Water – Teurer Trinkgenuss in Kalifornien – Esoterik Trend mit etwaigen Gesundheitsfolgen? - Hygieneschulung-Hygiene-Netzwerk

Hygieneschulung & Personalschulung: Raw Water: Teurer Trink-Trend mit Folgen

Raw Water: Teurer Trink-Trend mit Folgen

Raw Water: Teurer Trink-Trend mit Folgen

„Raw Water" wird in den USA für gutes Geld verkauft.
Ein neuer Esoterik-Trend findet sich in den USA ein: "Raw Water" ist zwar umstritten, aber das Geschäft boomt.
Bei "Raw Water" soll es sich um reinstes Quellwasser handeln, das weder gefiltert noch behandelt wurde und sogar ein Verfallsdatum besitzt. Sobald man es nicht dunkel und gekühlt lagert, verfärbt es sich grün, was laut Anhängern für die Frische des Wassers steht. Pro Liter "Raw Water" bezahlt man in Kalifornien fast 13 Euro. In San Franciscos Supermärkten ist es dazu oft schon vergriffen. Diverse namenhafte Pressemedien berichten, dass dieses besondere Wasser, das von einflussreichen Unterstützern aus dem Silicon Valley promotet wird, in sehr kurzer Zeit bereits zum Trendprodukt aufgestiegen ist.

Zweifelhafte Heilwirkungen

Das Wunderwasser soll laut Hersteller die Hirnfunktion verbessern, schöner machen, Faltern aufpolstern, Haaren Glanz verleihen, Nägel härter machen und dazu noch gut für die Gelenke sein. Dementsprechend ist die Zielgruppe beim Umfang der Versprechen sehr groß.
Aber woher kommen eigentlich diese Heileffekte? Dadurch das Wasser keinen chemischen Prozessen ausgesetzt wird, soll es probiotische Bakterien enthalten, welche sich positiv auf die Darmflora auswirken. Für die Wunderwirkungen sorgen dann die Mikroorganismen, die das Wasser über den Boden aufnimmt. Wissenschaftlich erforscht ist dies jedoch nicht.

Experten warnen

Da es sich bei "Raw Water" um unbehandeltes und ungefiltertes Wasser handelt, welches beispielsweise in Quellen, Flüssen oder Brunnen vorkommt, kann es gefährliche Pestizide, Bakterien und Tierkotrückstände enthalten, welche den Menschen durchaus belasten und krank machen können. Bakterien wie Escherichia coli, Cholera-Bakterien oder Dünndarm-Parasiten wie Giardien können dabei im Wasser enthalten sein. Dies kann folglich zu Auswirkungen wie Durchfall über Dehydration bis hin zu Organversagen führen. Experten warnen daher ausdrücklich vor dem Verzehr des Wassers, da fast alles, was krank machen kann, darin enthalten ist.
Live Water, die Firma, die "Raw Water" vermarktet, liefert jenes an die kalifornischen Händler. Auf der Webseite äußerte man sich zu den medialen Berichterstattungen so, dass die Opal-Quelle, aus der das Wasser kommt, umfangreich getestet wurde und keine gefährlichen Verunreinigungen festgestellt wurden. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass das Wasser nicht von entsprechenden Behörden getestet wurde und demzufolge nicht als unbedenklich angesehen werden kann.
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Montag, 12. Februar 2018

Wussten Sie schon – Wasabi ist nicht immer grün!!

Echter Wasabi? Selten auf unseren Tellern.
Hygieneschulung-Hygiene-Netzwerk
Hier in Europa gibt es nur selten echten Wasabi. Wir Europäer essen meistens keinen echten Wasabi, sondern eine gezüchtete Kren-Art oder ein Kren-Senf-Gemisch.
Hierbei wird die typische grüne Farbe durch Zusätze von Chlorophyll oder der Alge Spirulina erzeugt. Leider ist es so, dass wild wachsender Wasabi – genau dieser wird auch als echter Wasabi bezeichnet – heiß begehrt ist.
Die Ernte deckt oft nicht einmal die japanische Nachfrage ab.
Die Wasabi-Pflanze gehört zur Familie der Kreuzblüter und diese wächst wild nur in Japan und auf der russischen Insel Sachalin.
Farblich ist der echte Hon-Wasabi grau bis mintgrün.
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Sonntag, 11. Februar 2018

Kennzeichnung von Lebensmitteln – Warum ist Parmesan-Käse nichts für Vegetarier?

Personalschulung Gastronomie: Parmesan ist nichts für Vegetarier
Parmesan nicht für Vegetarier geeignet...
Wussten Sie schon – Eine Großzahl von Käsesorten ist nicht vegetarisch, darunter auch der beliebte Parmigiano Reggiano. Damit die Milch gerinnt, verwendet der Hersteller Lab für den Parmesan. Hierbei handelt es sich um die Enzyme Chymosin und Pepsin, die aus dem Labmagen von Kälbern gewonnen werden. Das Lab sorgt dafür, dass das Casein gespalten wird und die Milch eindickt, aber nicht sauer wird. Mittlerweile gibt es am Markt aber vegetarische Alternativen, sogenannte Labaustauschstoffe wie Schimmelpilze.
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Samstag, 10. Februar 2018

Lebensmittelsicherheit - Was passiert beim Aufwärmen von Spinat?

Personalschulungen zum Thema Lebensmittelsicherheit
Spinat soll nicht wieder aufgewärmt werden, so eine Weisheit...
Hygieneschulung-Hygiene-Netzwerk
Manchmal stimmen alte Weisheiten doch: Von unseren Müttern haben wir gelernt, Spinat nicht aufzuwärmen. Problematisch ist beim Spinat nicht das Aufwärmen selbst, sondern die Aufbewahrung danach. Wenn zerkleinerter roher oder gegarter Spinat längere Zeit ungekühlt herumsteht, können sich die darin enthaltenen Bakterien ungehindert vermehren. Gerade durch mehrmaliges Erwärmen oder langes Warmhalten verwandelt sich Nitrat in Nitrit und das Nitrit danach in giftige Nitrosamine. Diese können vor allem für Kinder gefährlich werden. Spinat sollte nach dem Abkühlen im Kühlschrank gut abgedeckt werden, damit die Bildung von Nitrit verhindert wird. Im Kühlschrank können sich Bakterien nur schlecht vermehren.
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Dienstag, 6. Februar 2018

Ist eine „unbestimmte“ Angabe von allergenen Stoffen bei Backwaren eine Irreführung im Sinne des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches? - Hygieneschulung-Hygiene-Netzwerk

Sind unbestimmte Angaben über das mögliche Vorhandensein von allergenen Kontaminationen irreführend?
Allergene in Lebensmittel - oft auch nur als "Spuren"...
Es stellte sich die Frage, ob unbestimmte Angaben über das mögliche Vorhandensein von allergenen Kontaminationen als irreführend im Sinne des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches einzustufen sind.
Hintergrund war die Kennzeichnung von  vorverpackten  Broten  und  in  Produktinformationen  aus  Bäckereien wo immer wieder mit dem Hinweis  „In unserem  Handwerksbetrieb  können  wir  das  Vorhandensein  von  allergenen  Spuren  laut Lebensmittel-Informations-Verordnung (LMIV) nicht ausschließen“ …

Auf ihrer 77. Arbeitstagung vom 20. – 22.06.2016 in Berlin beschloss das Fachgremium des ALTS (Arbeitskreis der auf dem Gebiet der Lebensmittelhygiene und der Lebensmittel tierischer Herkunft tätigen Sachverständigen) hierzu folgendes:

Pauschale Allergenkennzeichnung auf vorverpackten Broten und in Artikel-Informationen:

Beschluss
Unbestimmte Angaben über das mögliche Vorhandensein von Allergen-Kontaminationen (z. B. „Kann Spuren von Allergenen enthalten“) sind als irreführend im Sinne von Art. 7 Abs. 1lit. a und Abs. 2 der VO (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV) zu beurteilen. Auf TOP 6 der 68. Arbeitstagung  des  ALTS  (Journal  für  Verbraucherschutz  und  Lebensmittelsicherheit  Band  7,  Heft 12, Juni 2012) wird verwiesen. Anlage 1 enthält eine an die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011
angepasste Tabelle zur Beurteilung von Allergikerhinweisen. 

Der ALS trägt diesen Beschluss mit.
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Kennen Sie schon das neue E-Learning Belehrung zum Infektionsschutzgesetz?

Hier finden Sie das Portal für die E-Learning Angebote: http://www.haccp.tv/produkt/belehrung-zum-infektionsschutzgesetz/

Freitag, 5. Januar 2018

Wie Konsumenten von Lebensmittel-Unternehmern mit diesen 7 dreisten Lebensmittellügen getäuscht werden? - Hygieneschulung-Hygiene-Netzwerk

Was ist in den Produkten tatsächlich enthalten?
Die Lebensmittelindustrie bewegt sich auf einem schmalen Grat, was ihre Produktinformationen angeht. Unternehmen lassen durch fehlerhafte Informationen und unklare Begrifflichkeiten ihre Verbraucher oft Unwahrheiten über Herkunft, Verarbeitungsweise oder Produktinhalt glauben, ohne sich dabei aus dem legalen Bereich heraus zu bewegen.
Erst durch einen Blick auf das Kleingedruckte kann man die Wahrheit über das Produkt vernehmen. 
Doch kaum jemand macht sich wirklich die Mühe, den ganzen Text auf der Verpackung zu lesen. Solange nutzt die Industrie weiterhin ihre kleinen legalen Tricks, um sich selbst auf die Sprünge zu helfen. 

1. Keine Erdbeeren im Erdbeerjoghurt

Erdbeerjoghurt hat leider sehr wenig mit echten Erdbeeren zu tun. Mit Paradeisern und Sägespäne sieht das schon anders aus, denn davon ist wesentlich mehr im Joghurt enthalten als Erdbeeren, von denen tatsächlich nur bis zu einem Prozent im Joghurt sind, damit sich dieser auch Erdbeerjoghurt nennen darf. Es gibt auf der ganzen Welt nicht so viele Erdbeeren, um jedes Joghurt am Markt damit zu befüllen, weswegen etwas anderes herhalten muss. In diesem Fall sind das dann eben Paradeiser und Sägespäne, aus denen mithilfe von Mikroorganismen Erdbeeraroma gewonnen wird.

2. Schwein in Putensalami

Wer sich in der Feinkostabteilung ein Brötchen mit Putensalami holt, um kein Schweinefleisch zu essen, wird schnell enttäuscht. Leider ist es sehr oft der Fall, dass der Name mit dem tatsächlichen Inhalt nicht übereinstimmt. Das kommt daher, dass Putenfett im Gegensatz zu anderen Fettsorten schneller flüssig wird und das schon bei niedrigen Temperaturen. Demzufolge wird Schweinefett oder -speck verwendet, damit die richtige Konsistenz erreicht wird. Dies verbessert zusätzlich den Geschmack und ist in Österreich auch vollkommen legal, solange diese zwei Regeln  eingehalten werden: Laut dem Österreichischen Lebensmittelbuch darf erstens der Anteil an Speck nicht über 30 Prozent liegen und muss zweitens in der Zutatenliste ausgeschrieben sein.

3. Importierte Lebensmittel zu heimischen Lebensmitteln gemacht

Wir bevorzugen regionale Produkte, weil diese wohl gesünder sind und wir die Umwelt weniger belasten wollen. Beispielsweise kaufen wir ein bestimmtes Schweinefleisch, weil auf der Verpackung steht, dass es aus Österreich kommt und haben am Ende doch ein Schnitzel aus Deutschland auf unseren Tellern. Das ist auch gar nicht so schwer, denn sobald das Tier in Österreich aufgezogen und geschlachtet wurde, darf es auch als österreichisches Produkt verkauft werden. Wo es wirklich herkommt bzw. geboren wurde, spielt dabei keine Rolle. Betroffen von dieser Regelung sind Geflügel-, Schafs-, Schweine- und Ziegenfleisch, bei Kalbs- und Rindfleisch hingegen muss bis dato auch das Geburtsland angegeben werden.

4. Keine Bananen in Schokobananen

Der Appetit auf leckere Schokobananen vergeht einem sehr schnell, wenn man erst einmal weiß, durch was diese "Banane" ihren Geschmack bekommt. Die Kult-Nascherei hat nämlich nur sehr wenig mit echten Bananen zu tun. Was den meisten jedoch nicht bewusst ist: Den typischen Geschmack enthält die Schokobanane aus einer Mischung von Alkohol, Essig- und Schwefelsäure. Nicht unbedingt das, was man gerne essen möchte.

5. Irreführende Kennzeichnungen

Scheinbar wollen die Hersteller ihre Verbraucher absichtlich verwirren. Am Beispiel des Erdbeerjoghurts konnte man sehen, dass dieser trotz der Aufschrift "Erdbeeraroma" noch längst keine Erdbeere beinhalten muss, sondern lediglich aus Sägespänen gewonnenes Aroma den gewünschten Geschmack bringt. Sobald auf der Verpackung "natürliches Aroma" steht, kann man zwar davon ausgehen, dass es natürlich ist, aber nicht gleichzeitig auch aus Erdbeeren hergestellt wurde. Nur der Ausgansstoff muss dabei tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sein. Auch bei der Bezeichnung "ohne künstliche Aromastoffe" wird  nur ausgesagt, dass stattdessen natürliche Aromen legitim sind. Und steht auf dem Kirschjoghurt außerdem "ohne Farbstoffe" muss die rötliche Farbe nicht unbedingt von den reifen Früchten stammen. Oftmals wurde an dieser Stelle Rote-Rüben-Saft verwendet, um die schöne Farbe zu erreichen.

6. Kein geräucherter Räucherschinken

Was glauben Sie, wie der Räucherschinken seine unverkennbare Note bekommt? Durch wochenlanges Abhängen in der Räucherkammer tut er es gegen jede Erwartung jedenfalls nicht, sondern lediglich durch Aufsprühen. Statt dem Schinken seine Zeit für das Reifen zu geben, wird Flüssigrauch aus Holzkohle oder das Verbrennen von Spänen gewonnen. Dieser kann dann ganz einfach aufgesprüht werden, ohne langes Warten. Mit der Bezeichnung "Raucharoma" wird schon auf die entsprechende Vorgehensweise hingewiesen.

7. Steirisches Kürbiskernöl

Der Verbraucherschutz in Österreich führte einen Test durch, der die Aufmerksamkeit aller Liebhaber von Kürbiskernöl weckte. Nur 13 von 30 getesteten Produkten enthielten Kürbiskerne, die auch wirklich aus Österreich stammten. In 11 Fällen kamen sie aus Russland, in 6 weiteren Fällen aus China. Legal ist das dennoch, weil die Herkunft der Kerne nicht angegeben muss. Sollte aber auf einem Produkt beispielsweise "Steirisches Kürbiskernöl" stehen, dann müssen die Kerne tatsächlich aus der Steiermark, dem Südburgenland oder aus Teilen Niederösterreichs kommen. Wenn nur ein Bild der Steiermark erscheint oder "erste Pressung aus Österreich" zu lesen ist, heißt das laut den Verbraucherschützern nicht, dass dort heimische Kürbiskerne verwendet wurden.

Personalschulungen und Hygieneschulungen: HACCP, Infektionsschutzgesetz und vieles mehr

Diese und weitere Themen werden in den verschiedenen Schulungsangeboten der Hygiene-Netzwerk Akademie erklärt. Hier finden Sie das aktuelle Schulungsprogramm >>>