Dienstag, 27. Februar 2018

Meersalz „Fleur de Sel“ – Genussmittel oder Krankmacher? - Hygieneschulung

Hygieneschulung & Personalschulung: Plastik in „Fleur de Sel“
Plastik in „Fleur de Sel“

Neueste Untersuchungen zeigen - mehr Plastik in „Fleur de Sel“ als in klassischem Meersalz!

Fleur de Sel wird bei den meisten Verbrauchern als sehr lecker und wertvoll angesehen. Wo herkömmliches Meersalz vom Boden eines Salzbeckens gewonnen wird, entsteht Fleur de Sel hingegen an der Wasseroberfläche als hauchdünne Salzschicht, wo es dann in den meisten Fällen manuell mit einer Holzschaufel abgeschöpft werden kann.
Allerdings ist gerade in Fleur de Sel oft Mikroplastik enthalten. Bei einer entnommenen Probe konnte man sogar eine Faser aus Kunststoff mit dem bloßen Auge erkennen. Als einige weitere Proben von "Fleur de Sel" untersucht wurden, stellte man einen Mikroplastikgehalt  zwischen ca. 130 und 1800 Mikrogramm pro Kilogramm fest. Dabei handelte es sich vor allem um die Kunststoffarten Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyethylenterephthalat (PET), die man häufig im Verpackungsmüll findet und vor allem im Meerwasser nachgewiesen werden. In dem teureren Fleur de Sel war in der Stichprobe deutlich mehr Mikroplastik enthalten als in dem klassischen günstigeren Meersalz.

Unterschiede bei der Salzgewinnung

Warum die Gehalte an Plastik in klassischem Meersalz und "Fleur de Sel" so unterschiedlich sind, liegt laut Wissenschaftlern bei der Salzgewinnung. Es gibt weder in Deutschland noch in Europa einen gesetzlichen Grenzwert für Mikroplastik im Meersalz. Zwar sind die bisher gefundenen Mengen für den Menschen nicht bedenklich, aber Experten warnen trotzdem vor langfristigen Folgen. Momentan wird davon ausgegangen, dass Mikroplastik als eine Art Vehikel fungiert, das den Transport von Schadstoffen in den Körper begünstigt. Das heißt, Mikroplastik ist in der Lage, organische Substanzen wie DDT, Dioxin und auch Schwermetalle anzureichern und dessen Freisetzung im Körper zu beschleunigen.
Mikroplastik verschmutzt die Meere
Dass Mikroplastik in Lebensmittel gelangen kann, geschieht laut Wissenschaftlern durch die Verschmutzung der Meere. Jahrzehntelange unachtsame Entsorgung des Mülls führt langfristig zu Plastik im Salz. Somit schließt sich der Kreis: Der Plastikmüll liegt nun eingepackt in einem hochwertigen Produkt wieder auf dem Teller.
Knapp sechs Millionen Tonnen Plastikmüll landen laut Umweltbundesamt jährlich im Meer. Umweltorganisationen wie World Wide Fund For Nature (WWF) gehen sogar von sieben Millionen und andere Organisationen von acht Millionen Tonnen aus.

Laut Herstellern geringe Mengen Mikroplastik unbedenklich

Die meisten Hersteller sind sich des Problems bewusst, weisen aber auf eigene Qualitätskontrollen hin oder unterschätzen die nachgewiesenen Mengen Mikroplastik und halten sie für unbedenklich. Nimmt man nur eine geringe Menge des Salzes auf - etwa einige Gramm pro Tag - so seien die gefundenen Mengen an Mikroplastik nicht gesundheitsschädigend.







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